Junge Bäume als Nachwuchs für Lärchenwaldweide Naturschutzbund will einzigartiges Waldbiotop erhalten

St.Pölten (NLK) - Auf einer Lärchenwaldweide - einem mit Bäumen bestandenen, von Kühen genützten lichten Wald - in Groisbach, Gemeinde Alland, Bezirk Baden, wurden dieser Tage 50 Junglärchen ausgepflanzt, da eine natürliche Verjüngung bislang scheiterte. Da der Bestand schon recht alt ist, tat rasche Hilfe not. Deshalb entschloß sich der Naturschutzbund gemeinsam mit der Gemeinde Alland zu einer "Verjüngungskur".

Bei der Pflanzung waren auch Schülerinnen und Schüler der Klasse 2a der Hauptschule Alland mit Eifer am Werk. Nach dem "angewandten Naturschutz" konnten sich die Schulkinder an einer von der Gemeinde bereitgestellten Jause stärken. Das Landesstudio Niederösterreich des ORF brachte in der Sendung "Niederösterreich heute" auch einen Bericht.

Lärchenwaldweiden sind ein bereits selten gewordenes Element der bäuerlichen Kulturlandschaft. Im Wienerwald ist dieser Biotoptyp heutzutage eine große Rarität. Die meisten Lärchenwaldweiden sind hier inzwischen verbuscht und bewaldet. Da ihre Pflege einen sehr hohen Arbeitsaufwand erfordert, müssen die betroffenen Bauern entsprechende Unterstützung bekommen. Deshalb schloß im Vorjahr der Naturschutzbund Niederösterreich mit dem Landwirt Josef Granl aus Groisbach, dem Besitzer einer der letzten intakten Lärchenwaldweiden, ein Abkommen. Für die weitere Erhaltung und die händische Pflege der 2,7 Hektar großen Fläche übernimmt der Verein die finanzielle Abgeltung des Mehraufwandes.

Vereinsvorsitzender Dr. Erich Czwiertnia bedankte sich für das Entgegenkommen von Bürgermeister Johann Grundner und lobte die großzügige Unterstützung der Aktion durch die Gemeinde Alland. Damit leiste die Gemeinde "einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Vielfalt an Lebensraumtypen im Wienerwald", sagte Czwiertnia.

Ein weiteres, gemeinsames Projekt betrifft die Revitalisierung eines Feuchtgebietes in Groisbach, das sich im Besitz des Naturschutzbundes befindet. Zwei inzwischen verlandete Teiche sollen saniert und somit wieder zu einem wichtigen Laichplatz für Amphibien werden. Die Gemeinde Alland unterstützt die Pläne des Naturschutzbundes. Das Projekt wurde bereits beim NÖ Landschaftsfonds zur Förderung eingereicht.

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