Kap Verde will Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich ausbauen

Schwerpunktland der Entwicklungszusammenarbeit - Chancen im Tourismus und bei Lohnfertigungen

PWK - Der afrikanische Inselstaat Kap Verde hat kürzlich eine Botschaft in Wien errichtet mit dem Ziel, vor allem die Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich auszubauen. Der neu ernannte Botschafter, Luis de Matos Monteiro, wird am 28. April seinen Antrittsbesuch bei Wirtschaftskammer Leopold Maderthaner absolvieren. ****

Kap Verde ist ein Schwerpunktland der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, die jährlich rund 50 Mio Schilling für Entwicklungshilfeleistungen bereitstellt.

Der Warenaustausch zwischen Österreich und Kap Verde ist derzeit sehr schwach entwickelt. Die Exporte (diverse Fertigwaren, vor allem Nachrichtengeräte) lagen in den letzten Jahren zwischen drei und 16 Mio Schilling, die Importe (Bananen, Fisch, Produkte der Lohnverarbeitung) blieben unter einer Mio Schilling.

Möglichkeiten eines Ausbaues der Wirtschaftsbeziehungen ergeben sich - vor allem im Bereich des Tourimsus - für Reisebüros, Hotelausrüstungen und Hotelbauten. Investitionschancen sind aufgrund der Kleinheit des Marktes eher beschränkt, bestehen aber durchaus im Textil- und Lederbereich (Lohnanfertigung von Schuhen und Bekleidung).

Die Inselgruppe Kap Verde (400.000 Einwohner) erlangte 1975 die Unabhängigkeit von Portugal und war 1990 eines der ersten afrikanischen Länder, das zum demokratischen System überging. Seit 1998 ist der kapverde Escudo fix an den portugiesischen Escudo und damit jetzt auch an den Euro gebunden.

Der kapverdische Markt wird von der österreichischen Außenhandelsstelle Casablanca betreut.
(Schluß) RL

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