AK Tumpel: Unternehmer müssen Jugendliche aus Auffangnetz aufnehmen

Glöckel-Symposium: 100 Experten beraten die Zukunft der Berufsausbildung

Wien (OTS) – "Das Auffangnetz zur Jugendausbildung funktioniert. Mein Appell an die Unternehmer: Nehmt diese Jugendlichen auf!" erklärte heute, Montag, AK Präsident Herbert Tumpel bei der Eröffnung des 8. Internationale Glöckel-Symposiums in der AK Wien. Die Jugendlichen aus den Berufslehrgängen und Lehrlingstiftungen müßten ihre Ausbildung im Betrieb fortsetzen können, verlangt Tumpel von der Wirtschaft: "Die zahlreichen Erleichterungen und finanziellen Zuwendungen für die Lehrlingsausbildung müssen endlich wirken." Die AK Wien und der Wiener Stadtschulrat haben 100 Experten eingeladen, um über die Zukunft der Berufsausbildung zu beraten. Tumpel: "Wir brauchen die Berufsfachschule, Ausbildungsverbünde und Lehrlingsstiftungen als Alternative, wenn die Unternehmer weiterhin zuwenige Lehrstellen schaffen." ****

Für österreichweit 4.000 Jugendliche wurden vorigen Herbst zusätzliche Ausbildungsplätze in Berufslehrgängen und Lehrlingsstiftungen geschaffen. Die Initiative dazu kam auch von
der AK. Wegen des Auffangnetzes sind derzeit so wenige Jugendliche auf Lehrstellensuche wie schon lange nicht – obwohl die Unternehmer 1998 mehr als 1.000 Lehrlinge weniger neu aufgenommen haben. Die Jugendlichen bekommen beste Ausbildung, in den Berufslehrgängen ist etwa erweiterter Unterricht in der Berufsschule kombiniert mit Ausbildung in den Werkstätten der Trägereinrichtungen. Außerdem bekommen die Jugendlichen zusätzliche Ausbildung in EDV, Sprache, Kommunikation – und Unterstützung bei der Suche nach einer Lehrstelle im Betrieb. Tumpel: "Diese Jugendlichen müssen jetzt ihre Ausbildung im
Betrieb fortsetzen können."

Es sei die Qualität der Facharbeit, der gut ausgebildeten Arbeitnehmer, die den Wirtschaftsstandort Österreich attraktiv mache, sagt Tumpel. Die könne nur dann gewahrt bleiben, wenn in
die Ausbildung investiert werde. Wenn die Unternehmer heuer allerdings trotz Erleichterungen und finanzieller Zuwendungen für die Lehrlingsausbildung weiterhin zuwenig Ausbildungsplätze schaffen, müßten die Jugendlichen im Auffangnetz ihre Ausbildung in den Berufslehrgängen und Lehrlingsstiftungen fortsetzen können, müßten auch für die heurigen Schulabgänger wieder genug Plätze im Auffangnetz geschaffen werden.

Und es müßte dauerhafte Alternativen geben, verlangt Tumpel. Es sollen Berufsfachschulen eingerichtet werden, in denen Berufsausbildung in Theorie und Praxis auf modernstem Niveau
geboten wird. Zukunftsweisend, so Tumpel, seien auch die neuen Ausbildungsverbünde zwischen den Betrieben. Und: "Wir müssen aus den Erfahrungen der Stiftungen und Lehrgänge lernen." Die neue Arbeitsteilung zwischen Berufsschule, Betrieben und Ausbildungseinrichtungen wie bfi oder Jugend am Werk sei erfolgreich.

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