Gehrer verstärkt Ausbildungsangebot an HTL

Neue Fachschulen für Datenverarbeitung

Wien (OTS) "Bildungs- und Berufsbildungspolitik sind neben der Wirtschafts- und Steuerpolitik die wichtigsten Säulen für eine aktive Beschäftigungspolitik. Deshalb ist die Weiterentwicklung
der technischen Schulen notwendig. Sie tragen durch ihre zukunftsweisende Ausbildung zur geringen Jugendarbeitslosigkeit Österreichs bei." Das sagte heute, Montag, Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Dkfm. Lorenz Fritz, Generalsekretär der Industriellenvereinigung, und
Dr. Gerhard Riemer, Leiter der Abteilung Bildungspolitik der Industriellenvereinigung anlässlich der Tagung "HTL innovativ -Ingenieure für die Industrie des 21. Jahrhunderts".****

Das Ausbildungsangebot an den HTL wird mit dem Schuljahr 1999/2000 noch weiter verstärkt, und es werden neue Wege zur Weiterbildung für den Einsatz zusätzlicher Lehrer vorbereitet. So werden neue Fachschulen für Datenverarbeitung geschaffen und die Zahl der Ausbildungsplätze an den Kollegs erhöht.

Das Ausbildungsangebot an den HTL wurde bereits in den letzten Jahren stark ausgeweitet, beispielsweise durch bilingualen Unterricht Die HTL-Lehrpläne 98/99 sind die ersten zweisprachigen Lehrpläne in der europäischen Berufsausbildung. Im Schuljahr 1997/98 wurden an 44 Schulen mehr als 720 Ingenieur- und Technikerprojekte mit 186 unterschiedlichen Partnerfirmen durchgeführt. Als Ergebnis von Ingenieur- und Technikerprojekten konnten bereits wiederholt patentfähige Produkte, wie etwa ein spezieller Lastverteiler mit selektiver Abschaltung der HTL-Weiz oder eine Klein-Biodieselanlage für die bäuerliche Umgebung der HTL-Braunau, angemeldet werden.

In der Lehrerfortbildung werden folgende Maßnahmen gesetzt:
* Einführung eines flexiblen Lehrbeauftragtensystems
* Ausbau der Ausbildungspartnerschaft technische Schule und Industrieunternehmen
* Einsatz von Fachleuten in der Schule
* Lehrerweiterbildung durch Teilnahme an Industrieausbildungen

Gehrer verwies weiters auf die beschlossene Steuerreform, bei
der die Möglichkeit geschaffen wird, Bildung als Investition anzuerkennen. Die steuerliche Anerkennung des zweiten und dritten Lehrjahres erfolgt dann, wenn die Lehre abgeschlossen wird.
"Dadurch wird der Leistungsgedanke in der Steuerreform verankert. Österreich braucht Investitionen in Bildung. Sie ist der Rohstoff des 21. Jahrhunderts", sagte Gehrer.

Eine von Industriellenvereinigung und vom Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) vorgelegte Studie zeigt in den nächsten drei Jahren große Chancen für Arbeitsplätze in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik/Elektronik und Informatik
und Software-Engineering auf. Die Studie untermauert auch die hohe Zufriedenheit der Industrie mit den Absolventen des technisch-gewerblichen Schulwesens. Rund zwei Drittel der Techniker der Industrie sind HTL-Absolventen. Unter Einbeziehung der Akademiker haben 90 Prozent der Techniker eine HTL-Ausbildung erhalten. (Schluss)

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