Österreicher bei EURO-Umstellung nicht im Stich lassen

FERRERO-WALDNER: "Der Vergleich muß den Konsumenten sicher machen"

(Wien-OTS) Staatssekretärin Benita FERRERO-WALDNER sagte heute anläßlich der Auftaktpressekonferenz zu den EURO-Aktionswochen in Linz, daß sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt hat, die "Österreicher bis zur tatsächlichen Einführung des Euro nicht im Stich zu lassen." Daher steht 1999 die Information der Konsumenten und der österreichischen Klein- und Mittelbetriebe im Mittelpunkt der Informationsarbeit. Gemeinsam mit dem Verein für Konsumenteninformation, den Wirtschaftskammern, den Banken und Sparkassen, Seniorenverbänden und Vertretern der Länder werden deshalb seit 12. April bis zum 7. Juli Euro-Konsumentenberatungen
in großen Einkaufszentren in allen Bundesländern durchgeführt. So stehen die Euro-Berater heute den Konsumenten den ganzen Tag im Eurospar in Eisenstadt für alle Fragen zur Verfügung. Danach folgen: Mattersburg am 20. April, im Einkaufszentrum Mattersburg, Stoob am 21. April, im Einkaufszentrum bei Obi Markt und Unterwart am 22. April beim Interspar. Danach führt die Informationstour
nach Oberösterreich, Niederösterreich, Tirol, Kärnten, Salzburg, in die Steiermark und nach Vorarlberg.

Nach Ansicht der Staatssekretärin muß "der Vergleich den Konsumenten sicher machen". Damit sich die Österreicher leichter
an den Euro gewöhnen und ein Gefühl für seinen Wert entwickeln, wird hat die Bundesregierung dem Parlament das Gesetz zur
Doppelten Preisauszeichnung zur Beschlußfassung vorgelegt. "Unser Ziel ist es dabei, die Österreicher zum Rechnen mit dem Euro zu animieren, und zwar nicht mit komplizierten Beispielen aus der Finanzwelt, sondern mit einfachen Beispielen aus dem täglichen Leben. Nur dadurch kann der Konsument den direkten Vergleich anstellen und sich sicher sein, daß der EURO-Wert dem Schilling Wert entspricht, oder im idealfall sogar darunter liegt, so FERRERO-WALDNER.

Die Staatssekretärin betonte auch, daß die Politik zwar die Aufgabe übernehmen kann die Konsumenten zu informieren, in der Wirtschaft müssen die Umsetzungsschritte aber in erster Linie selbst geleistet werden. Laut FERRERO-WALDNER müsse man sich um
die großen multinationalen Unternehmen dabei am allerwenigsten sorgen man. "Dort läuft alles generalstabsmäßig ab - übrigens auch bei den großen Schweizer Multis, die selbstverständlich ihr Rechnungswesen auf den Euro umstellen - sie wollen ja konkurrenzfähig bleiben und von den Stabilitätsvorteilen profitieren", so die Staatssekretärin. Ziel der Bundesregierung
ist nun, jene Unternehmen, die an der internationalen Vernetzungskette nicht teilnehmen, darauf hinzuweisen, rechtzeitig umzustellen. "Nur so können diese Firmen die Euro-Vorteile schon früher nutzen", so FERRERO-WALDNER

Nach Angaben der Staatssekretärin dürfte derzeit nur knapp jeder zweite Unternehmer in Österreich auf die Euro-Umstellung und das Jahr 2000 vorbereitet sein. Laut einer Umfrage des Wirtschaftsinformationsunternehmens Dun & Bradstreet werden in Österreich trotz des hohen Informationsstandes 1999 nur 20 Prozent der Unternehmen in Euro fakturieren. In Finnland sind es bereits
34 Prozent. "Bis Ende des Jahres 2000 werden in Euroland durchschnittlich rund 50 Prozent der Unternehmen die Umstellung vollzogen haben, in Österreich werden es rund 46 Prozent sein", so FERRERO-WALDNER.

Aus diesem Grund schickt die Euro-Initiative der
Bundesregierung parallel zu den Konsumentenberatern bei großen Einkaufszentren auch das sogenannte Euro-Mobil durch Österreich. Ziel ist es dabei, 50 österreichischen Unternehmen eine kostenlose Beratung über die Euro-Umstellung zu geben.

Die Staatssekretärin freute sich schließlich, daß die intensive Informationsarbeit der Bundesregierung und ihrer Netzwerkpartner über die Euro-Umstellung offenbar erfolgreich ist. "Sowohl beim Wissensstand, als auch bei der Zustimmung der Bevölkerung zum Euro liegt Österreich im Spitzenfeld der an der Währungsunion teilnehmenden Länder", so FERRERO-WALDNER. Wie neueste
Umfragedaten zeigen, beurteilen 69% der Österreicher die Einführung des Euro als "sehr" beziehungsweise "eher positiv". Im Juli 1997 lag die Zustimmung nur bei 38%. Bereits jetzt, knapp
zwei Jahre vor der tatsächlichen Ausgabe von Euro-Banknoten und Münzen fühlen sich 66% "gut" bis "sehr gut" informiert (Schluß).

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