Termin: HTV-Pressekonferenz "Übermüdung tötet"

Wien (ÖGB-HTV). Die unakzeptierbaren Missstände im Güterbeförderungsgewerbe Österreichs stehen im Mittelpunkt einer Pressekonferenz der Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr am Donnerstag, 22. April 1999: "Übermüdung tötet", so das Thema der Gewerkschaft HTV, die fordert, dass es nicht mehr länger "eine fahrlässige Gefährdung des Fahrpersonals bzw. anderer StraßenverkehrsteilnehmerInnen durch übermüdete LKW-Lenker" geben darf.++++

Zahlreiche schwere Verkehrsunfälle mit Toten, Schwerverletzten und enormen Sachschäden sind eindeutig auf Übermüdung zurückzuführen. Viele LenkerInnen werden von den Frächtern unter Druck gesetzt, welche "Termin-Ladungen" übernehmen, die vom Fahrpersonal nur mit Lenkzeitüberschreitungen und Ruhezeitunterschreitungen gefahren werden können. Übermüdung infolge von Lenkzeitüberschreitung oder Ruhezeitunterschreitung ist, nach Ansicht der Gewerkschaft HTV, ebenso gefährlich wie Alkohol am Steuer. Die EG-Verordnung 3820/85 regelt die Lenk- und Ruhezeiten und gilt für sämtliche Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und den AETR-Staaten.

Die Exekutive ist ermächtigt aufgrund des Kraftfahrgesetzes Lenk-und Ruhezeiten zu kontrollieren und bei Nichteinhaltung zu sanktionieren. Die Gewerkschaft HTV fordert die Exekutive auf, die Sanktionen wie sie im § 102 KFG geregelt sind - beispielsweise Abstellen des Fahrzeuges, um damit den Lenker zu seiner Ruhezeit
zu zwingen - durchzuführen. (ew)

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PRESSEKONFERENZ "Übermüdung tötet"

Termin: Donnerstag, 22. April 1999
Zeit: 11.00 Uhr
Ort: Cafe Landtmann
1010 Wien, Dr. Karl Lueger-Ring 4

Ihre Gesprächspartner sind:

Walter DARMSTÄDTER, Zentralsekretär der Gewerkschaft HTV
Manfred HAIDER, Vorsitzender der Bundessektion Transport
Heinrich KERN, Vorsitzender der Fachgruppe Güterbeförderung
Georg EBERL, Fachsekretär für die Transportwirtschaft

ÖGB, 19. April 1999
Nr. 171

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