Hostasch: Spitzenmedizin für ältere Menschen wird forciert-

Gesundheit für alle steht im Vordergrund

Wien, 18. April 1999 (BMAGS).- Die medizinische Versorgung
älterer Menschen in Österreich wird weiter ausgebaut. Mit der Umsetzung des österreichischen Krankenanstaltenplanes entstehen österreichweit in den nächsten Jahren 57 neue Abteilungen und Departements für Akutgeriatrie. Das Angebot von aufwendigen chirurgischen Leistungen, durch die eine Verbesserung der Lebensqualität auch bei älteren Menschen erzielt werden soll, hat in Österreich ebenfalls ein sehr hohes Niveau. So konnte beispielsweise die Zahl spitzenmedizinischer Leistungen für über 74jährige Menschen - wie z.B. Herzoperationen oder das Einsetzen neuer Hüftgelenke - in den letzten fünf Jahren fast verdoppelt werden. "Jeder Österreicher hat das selbe Anrecht auf spitzenmedizinische Leistungen. Eine Rationierung der Gesundheitsleistungen ist für mich indiskutabel. Auch ältere Menschen müssen von der hohen Qualität der ärztlichen Leistungen und den neuesten medizinischen Erkenntnissen profitieren", erklärte Gesundheitsministerin Lore Hostasch.****

Das Angebot an aufwendigen chirurgischen Leistungen, durch das
die Lebensqualität älterer Menschen nachhaltig verbessert werden kann, hat in Österreich seit jeher ein sehr hohes Niveau. Verbesserte Operations- und Nachbetreuungsformen machen es heute möglich, dass selbst komplizierte Eingriffe bis ins hohe Alter durchgeführt werden können.

Zahl der Herzschrittmacher für über 74jährige mehr als verdoppelt

In der Altersgruppe der über 74jährigen beispielsweise ist die Zahl der Operationen von Grauem und Grünem Star zwischen 1992 und 1997 um 81,6 Prozent auf 18.824 Eingriffe gestiegen. Im Zeitraum zwischen 1992 und 1997 erhöhte sich die Zahl der Operationen am offenen Herzen um fast 200 Prozent von 338 auf 986. Herzschrittmacher wurden 1997 insgesamt 2.670 Mal gesetzt. Das ist ein Anstieg seit 1992 um 121 Prozent. Gelenksprothesen, wie beispielsweise ein neues Hüftgelenk, bekamen 1997 4.219 Patienten in dieser Altersgruppe. Das ist seit 1992 ein Plus von rund 91 Prozent. 1997 wurden 32 Herztransplantationen bei über 60jährigen in den österreichischen Krankenhäusern durchgeführt.

"Diese Zahlen sind ein Beweis, dass in unserem Land jeder, unabhängig von Alter und Finanzkraft, die notwendige Behandlung erhält. Das muss auch in Zukunft so bleiben", unterstrich die Gesundheitsministerin.

Akutgeriatrie - Mobilisierung statt Pflegeheim

Das Betreuungsangebot für ältere Menschen wird in den nächsten Jahren deutlich erweitert. Bis zum Jahr 2005 entstehen 57 neue Abteilungen und Departements für "Akutgeriatrie". Diese neuen Einrichtungen sollen mithelfen, dauernde Pflegebedürftigkeit älterer Menschen durch Aktivierung und Mobilisierung hintanzuhalten. Ziel ist, durch maßgeschneiderte Behandlung den älteren Menschen den Weg zurück in die eigenen vier Wände zu ermöglichen. Möglich wurde die Schaffung der neuen Leistungseinheiten durch Umwidmung bestehender Bettenkapazitäten.

"Die österreichische Gesundheitspolitik wird den
eingeschlagenen erfolgreichen Weg einer umfassenden medizinischen Versorgung für alle auch in Zukunft konsequent weitergehen. Spitzenmedizin darf auf keinen Fall zu einem Luxusartikel für gewisse Bevölkerungsschichten werden", so Gesundheitsministerin Lore Hostasch abschließend.

(schluss)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSO/BMAGS