General Peter Corrieri: "Finanzierung der Helikopter nur dürftig

Sektionschef bezweifelt die veranschlagten Kosten und Zeitplan für den Ankauf von Transporthubschraubern

Wien (OTS) - In einem Interview mit dem am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT bezweifelt General Peter Corrieri, Sektionschef für Beschaffungswesen im Verteidigungsministerium, die von der Bundesregierung veranschlagten Kosten für den Ankauf von neuen Heereshubschraubern. Die Summe von 2,5 Mrd. Schilling sei möglicherweise zu optimistisch angesetzt, da man schon mit der Einrechnung der Mehrwertsteuer auf 3 Mrd. komme, so der General,. Zudem seien in den 2,5 Mrd. noch nicht die Kosten für Ausrüstung, Ausbildung, Infrastruktur und Ersatzteile berücksichtigt. Corrieri:
"Mit den einzelnen 400-Millionen-Schilling Trancen ist die Finanzierung nur sehr dürftig gesichert."

Für viel zu optimistisch angesetzt hält Corrieri auch die vorgesehene Lieferzeit von zwei Jahren. Aufgrund der zu erwartenden Aktivitäten der Lobbies aus Industrie und Politik werde sich der Auschreibungsprozeß in die Länge ziehen. Sektionschef Corrieri:
"Sobald sich eine Typenentscheidung abzeichnet, versuchen die Lobbies alles, um einen Konkurrenten abzuschießen. Das kostet Zeit". Zudem müßten mögliche politische Störaktionen berücksichtigt werden, "über die auch der Minister nicht so leicht hinwegsehen kann".

Vehement fordert Corrieri eine Verbesserung der Geräteaustattung des Bundesheeres. Im Ernstfall müßten die Bundesheersoldaten die eklatanten Ausrüstungsmängel des Heeres sonst mit ihrem Blut bezahlen. Der General an die Politik: "Material oder Blut. Das ist die Alternative."

(Schluß)

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