FORMAT: Herbert Rosenstingl sagt sich endgültig von Bruder los

Der inhaftierte Geflügelgroßhändler sieht sich als Opfer der

Wien (OTS) - Politikerkarriere Peter Rosenstingls =

Der seit elf Monaten wegen des Verdachts des
schweren gewerbsmäßigen Betruges in Untersuchungshaft sitzende Pleitier Herbert Rosenstingl sieht sich als Opfer der Politikerkarriere seines in Brasiliens in Auslieferungshaft sitzendenden Bruders. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

FORMAT zitiert aus Vernehmungsprotokollen des 51jährigen Geflügelgroßhändlers, dessen Unternehmen Pero und G. Rosenstingl nach der Flucht des Ex-FPÖ-Abgeordneten Peter Rosenstingl mit Schulden in der Höhe von 350 Millionen Schilling in den Konkurs gerasselt waren. Herbert Rosenstingl gibt darin an, er hätte schon vor Jahren zum Insolvenzgericht gehen wollen: "Es wurde auch von einem außergerichtlichen Ausgleich gesprochen. Das alles könnte aber nach seinen Angaben (gemeint ist Peter Rosenstingl, Anm.) nur dann passieren, wenn er nicht politisch tot sei. Insbesondere Bankgarantien ließen sich nur in dieser Eigenschaft als Politker erzielen."

Laut FORMAT hat am vergangenen Freitag nach Ulrich Knibbe und Josef Veigl mit Ronald Schön bereits der dritte Staatsanwalt in elf Monaten die Akte Herbert Rosenstingl übernommen. Untersuchungsrichterin Ingrid Altmann hat den Wiener Wirtschaftsprüfer Bruno Bohle mit einem Gutachten beauftragt, dessen Fertigstellung unmittelbar bevor steht.

Laut FORMAT wirft der Gerichtsgutachter Rosenstingl in einem Zwischenbericht Bilanzbeschönigung vor. Herbert Rosenstingl habe allein in den Jahren 1991 bis 1994 die Schulden seiner Geflügelunternehmen um 89 Millionen Schilling zu tief angesetzt. Am 29. April kommt die Wiener Villa von Herbert Rosenstingl bei einer Zwangsversteigerung unter den Hammer.

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