Künstler-Empörung über Andreas Mölzers Satz: "Die Kunst ließ sich zur Hure machen"

Wien (OTS) - Jörg Haiders neuer Kulturberater in Kärnten, Andreas Mölzer, sorgt durch einen "Sager" in FORMAT ("Über Künstler Macht ausüben konnten in den letzten Jahrzehnten nur sozialdemokratische Kulturbonzen und -bürokraten, die sich mittels Steuergeldern die Kunst und die Kulturschaffenden als Hure genommen haben") für helle Aufregung. So warnt Burgstar Gert Voss im neuen FORMAT: "Die FPÖ sollte sich hüten, nicht zur Hure des Populismus und der Stammtisch-Sheriffs zu werden." Josefstadtdirektor Helmuth Lohner bekennt: "Die Aussage Mölzers berührt eigentümlich. Sie mutet an wie ein Satz aus der Reichskulturkammer. Es ist atemberaubend, daß ein Mensch, der ernst genommen werden will, so etwas von sich gibt. Was diese Partie daherredet, verursacht mir Magenschmerzen." Weitere Statements im neuen FORMAT zum Mölzer-Sager. Erika Pluhar: "Ich verstehe nicht, daß irgendjemand aus dem Munde einer faschistoiden Gruppierung vernünftige Worte zur Kultur erwartet." "Wenn hier etwas als ,verhurt' zu bezeichnen ist, dann ist es ein Kulturberater, der sein Hauptinteresse darauf legt, seinem Meister nach dem Mund zu reden." Adolf Frohner: "Wer sich ewig in den ,Meinungsbordells' herumtreibt, dem kommt das Wort Hure nur allzu leicht über die Lippen. Anscheinend fühlt sich Andreas Mölzer offiziell zum Oberzuhälter berufen.™ Michael Köhlmeier: "Herr Mölzer ist ein Dummkopf, wie er im Buche steht, und der Eifer, mit dem er bei seinem Meisterchen Pluspunkte sammeln möchte, ist so jämmerlich, daß einem das Erbarmen kommt.™ Und Gerhard Ruiss (IG Autoren): "Programmatische Erklärungen wie die Aussage Mölzers dürfen nicht als Ausrutscher bezeichnet werden. Sie sind ein Alarmzeichen."

Jürgen Flimm kann sich laut FORMAT-Interview Beraterposten in Salzburg vorstellen.

Jürgen Flimm, Leiter des Hamburger Thalia Theaters, der gerade für die Wiener Festwochen die 'Fledermaus' probt, will zwar nicht Gérard Mortiers Nachfolger werden, könnte sich aber laut Interview im neuen FORMAT eine Beratertätigkeit in Salzburg vorstellen. Auf die Frage "Wären Sie für einen Konsulentenposten wie ihn momentan Frank Baumbauer bekleidet, gewinnbar?" sagt Flimm: "Wenn mich jemand als Berater will, wäre das etwas anderes. Ich berate dauernd Leute. Ich könnte direkt eine Theaterconsultingfirma aufmachen."

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