Familienministerium startet Betreuungsprojekte für Flüchtlingskinder aus dem Kosovo

Wien (OTS) - Mit zwei Maßnahmen will das Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familienministerium dazu beitragen, Flüchtlingskindern aus dem Kosovo bei der Aufarbeitung der schrecklichen Kriegserlebnisse zu helfen. Im geplanten Österreich-Flüchtlingslager in Albanien sollen fünf Psychotherapeuten zum Einsatz kommen, die speziell für die Betreuung von Jugendlichen und Familien ausgebildet sind. Für jugendliche Flüchtlinge, die in Wien untergebracht werden, ist eine Gruppenbetreuung geplant, die mit Mitteln der Spielpädagogik die traumatischen Erlebnisse aufzuarbeiten versucht.

Schätzungsweise 60 Prozent der im Österreich-Camp in Shkoder untergebrachten Menschen werden Kinder und Jugendliche sein. In dieser schwersten Phase ihres Lebens sollen sie von österreichischen Betreuern psychisch und praktisch gestützt werden. Für vorerst drei Monate werden diese im Einsatz sein und gemeinsam mit albanischen Kollegen eine Struktur für die Familien- und Jugendbetreuung aufbauen. Das Familienministerium hat Bundesländer, Jugendzentren, Jugendorganisationen, sozialpädagogische Ausbildungseinrichtungen, Familienberatungsstellen und psychotherapeutische Verbände ersucht, in Frage kommende Therapeuten für diese Aufgabe zu nennen. Für Spielmaterial und Sportgeräte sucht das Ministerium österreichische Sponsoren.

Das vorgesehene Betreuungsprojekt in Wien wird etwa 30 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 20 Jahren in einer Gruppe zusammenfassen. Ziel der therapeutischen Arbeit ist es, das durch die traumatischen Kriegserlebnisse aufgebaute Aggressionspotential so gut wie möglich in konstruktives, kooperatives Verhalten umzuwandeln. Für das Projekt verantwortliche Team will vor allem mit Methoden der kreativen Gruppenarbeit, der Selbsterfahrung, der Spiel- und Theaterpädagogik arbeiten.

Außerdem unterstützt das Familienministerium gemeinsam mit dem Unterrichtsministerium den Aufbau einer Feldschule, die vom Österreichischen Jugendrotkreuz im Lager von Shkoder eingerichtet wird. Ein aus Albanern und Österreichern bestehendes Team wird für diese Feldschule zuständig sein, mit den lokalen Schulbehörden zusammenarbeiten und Angebote für die Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen ausarbeiten. Langfristig soll das Projekt der Feldschule in das Wiederaufbauprogramm der Schulen im Kosovo übergehen.

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