Vladyka: Chancengleichheit für Frauen im Beruf forcieren

Aufsehenerregendes VGH-Urteil über Apothekengehaltsrecht

St. Pölten, (SPI) - "Im Rahmen der Österreichischen EU-Präsidentschaft erfolgten wichtige Weichenstellungen für die Verwirklichung von Chancengleichheit von Männern und Frauen im Beruf. So ist es gelungen, den Gender-Mainstreaming-Ansatz in alle Säulen der beschäftigungspolitischen Leitlinien zu integrieren -unter gleichzeitiger Stärkung der vierten Säule, die nunmehr ausschließlich die Verwirklichung der Chancengleichheit von Männern und Frauen vorbehalten ist. Das Vorhaben von Sozialministerin Lore Hostasch, diese Leitlinien auch im
Nationalen Aktionsplan (NAP) 1999 umfassend zu berücksichtigen,
ist ein weiterer wichtiger Schritt, die Ungleichgewichte zwischen Frauen und Männern am Arbeitsmarkt zu beseitigen", freut sich die Brucker SP-Landtagsabgeordnete Christa Vladyka.****

Aus den unterschiedlichsten Gründen müssen Frauen im Berufsleben noch immer große Benachteiligungen "meistern". Nicht nur haben es Frauen weitaus schwieriger, in Führungspositionen aufzurücken, auch das Einkommen liegt noch immer unter jenen der Männer in vergleichbaren Positionen. Doch auch dieses "Ungleichgewicht" scheint sich aufzuweichen, wie ein aufsehenerregendes Urteil des Verfassungsgerichtshofes der letzten Tage zeigt. Der VGH hat die diskriminierende Regelung im Apothekengehaltsrecht aufgehoben, wonach die Nettoeinkommen der Frauen bei völlig gleicher Schulbildung und Arbeitsleistung noch immer weit unter jenen der Männer liegen. Das Apothekengehaltsrecht enthält nämlich eine versteckte Diskriminierung von Frauen, durch die Teilzeitbeschäftigte (und das sind vorwiegend Frauen) im Gehaltsschema langsamer vorrücken als Vollbeschäftigte. Interessant ist, daß auch das Vertragsbedienstetenrecht im öffentlichen Dienst eine ähnliche Schlechterstellung für Teilzeitbeschäftigte beinhaltet.

"Frauen werden aufgrund ihrer kinderbedingten Abwesenheit vom Berufsleben ohnehin bereits große Hürden am Arbeitsmarkt auferlegt. Anstatt ihnen weitere Diskriminierungen aufzubürden, müssen endlich solche Bestimmungen in Gehaltsregelungen aufgehoben werden. Das VGH-Urteil ist ein Schritt in die richtige Richtung -weitere müssen folgen", so Abg. Vladyka.
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