Das Barockstift Göttweig und sein "Bauabt" Gottfried Bessel

Jahresausstellung über den Bauherrn des Benediktinerstiftes

St.Pölten (NLK) - Stets ergaben sich aus großen Unglücksfällen auch neue Chancen: Als 1718 der Blitz in das mittelalterliche Benediktinerstift Göttweig einschlug und ein Brand die Anlage fast völlig vernichtete, gelang Abt Gottfried Bessel im Anschluß ein barocker Neubau von europäischem Format. Das Stift Göttweig widmet seine heurige Jahresausstellung dem "Bauabt" aus Anlaß seines 250. Todesjahres. Titel dieser Schau ist "Gottfried Bessel und das barocke Göttweig".

Architekt dieses einzigartigen Bauwerkes, das, einer Gralsburg gleich, der Wachau ein ganz besonderes Gepräge gibt, war Johann Lucas von Hildebrandt. Bessel konnte sich der Hilfe Kaiser Karls VI., seiner Gemahlin Elisabeth Christina und des Reichsvizekanzlers Lothar Franz von Schönborn gewiß sein. Die Klosteranlage war im Escorial-Schema angelegt, blieb aber unvollendet. Das lag nicht am hohen Alter des vitalen Abtes, sondern vielmehr an den gewandelten politischen Umständen beim Regierungsantritt Maria Theresias.

Bessel galt als Freund des Kaiserhauses, er war auch in Geheimdiplomatie bewandert und profilierte sich auch als Politiker und als Wissenschafter. Mit einer eigenen Exerzitienschule setzte Bessel auch spirituell nachhaltige Zeichen. Mit Paul Troger, Franz Anton Pilgram, Salomon Kleiner und Kremser Schmidt standen ihm hervorragende Künstler zur Verfügung. Auch heute noch kann man in den Sammlungen des Stiftes die Sammelleidenschaft Bessels nachvollziehen.

Die Ausstellung "Gottfried Bessel und das barocke Göttweig - zum 250. Todesjahr des Abtes" wird am 23. April durch den derzeitigen Abt Dr. Clemens Lashofer eröffnet, sie ist bis 15. November täglich von 10 bis 18 Uhr zugänglich.

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