Fachtagung für Kompostanlagenbetreiber in Wieselburg

Sobotka: NÖ führend auf gesamter Bioverwertungsschiene

St.Pölten (NLK) - In Wieselburg fand kürzlich eine österreichweite Fachtagung für Kompostanlagenbetreiber mit 150 Praktikern aus allen Bundesländern auf der Anlage Seiringer statt, die derzeit 3.500 Tonnen Bioabfälle aus dem gesamten Bezirk Scheibbs und ca. ein Drittel der Bioabfälle aus dem Bezirk Melk verarbeitet. Sie verfügt über einen erneuerten Maschinenpark, eine Lagerhalle für Fertigkompost und Kultursubstrate und über Innovationen wie eine computergesteuerte Belüftung.

Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka betonte bei dieser Gelegenheit die Bedeutung der Kompostierung in der NÖ Abfallwirtschaftspolitik: "In Niederösterreich wird der Bioverwertungsschiene besondere Bedeutung zugemessen. Die Niederösterreicher sind mit einem Eigenkompostierungsanteil von 92 Kilogramm und einem Biosammlungsanteil von 66 Kilogramm pro Einwohner österreichweiter Spitzenreiter in der Biolandschaft." Die Eigenkompostierung sei zudem auch wesentlicher Bestandteil des Umweltschwerpunktes "Natur im Garten - gesund halten, was uns gesund hält!".

Sobotka will die bewährte NÖ-Linie der dezentralen Kompostierung fortsetzen, diese entspreche der Siedlungsstruktur, sichere den Regionalbezug, verringere die Anonymität und ermögliche lokale Rückkoppelungen und Überschaubarkeit. Der befürchteten Mitverbrennung von biogenen Abfällen erteilte der Umwelt-Landesrat eine klare Absage. "Österreich ist sowohl im Bereich des Biolandbaues als auch im Bereich der Bioabfallverwertung führend in Europa. Diese Veranstaltung ist ein weiteres Indiz dafür, daß Niederösterreich dabei auch in Zukunft tonangebend bleibt", so Sobotka.

1998 waren in Niederösterreich 78 Kompostanlagen in Betrieb. Insgesamt konnte in Niederösterreich 1997 eine Menge von 150.000 Tonnen "Biomüll" (Küchenabfälle und Grünschnitt) gesammelt und in den jeweiligen Kompostierungsanlagen zu wiederverwendbarem Kompost verarbeitet werden. Bei einer jährlichen Gesamtkapazität von 210.000 Tonnen entspricht dies einer Auslastung von etwa 74 Prozent.

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