Gewalt gegen Frauen: Nach wie vor Handlungsbedarf

Bis 2002 sechs Interventionsstellen in NÖ geplant

St.Pölten (NLK) - Bis 2002 werden sechs Interventionsstellen gegen familiäre Gewalt an Frauen in Niederösterreich eingerichtet, sagte heute Landesrätin Traude Votruba, nämlich in St. Pölten, Neunkirchen, Amstetten, Zwettl, Mistelbach und Baden. Als Zentrale wird die Interventionsstelle in St.Pölten dienen, die bis August eingerichtet und im Herbst eröffnet wird. Die Leiterin des Frauenhauses in St.Pölten, Diplomsozialarbeiterin Maria Imlinger, ist übrigens maßgeblich an der Schaffung der Interventionsstelle beteiligt. Seit im Mai 1997 das Gewaltschutz-Gesetz in Kraft getreten ist, werden derartige Interventionsstellen gegen familiäre Gewalt bundesweit eingerichtet. Votruba dazu: "Alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher, die sich für diese Forderung der vernünftigen und vernunftbegabten Menschen voll und ganz einsetzen, müssen alles tun, daß die Gewalt an Frauen auf das schärfste abgelehnt und bestraft wird. Wenn diese Gewalt jedoch verheimlicht, vertuscht und stillgeschwiegen wird, so ist die Angelegenheit nur umso ärger. Und Gewalt an Frauen ist nach wie vor ein Tabuthema." Sie würde sich aus diesem Grund dafür einsetzen, daß Frauen viel mehr als bisher mit der Mitarbeit anderer Menschen rechnen können, wenn sie bedrängt werden.

In Niederösterreich gibt es derzeit, so Votruba, auch fünf Frauenhäuser: In St.Pölten, Amstetten, Neunkirchen, Mödling und Mistelbach finden immer wieder Menschen in Not Aufnahme und Unterkunft. Außerdem wird in Wiener Neustadt eine Frauen-Notwohnung angeboten.

Schließlich wurde - im Rahmen der Plattform "Gewaltfreies Niederösterreich" - eine UTA-Hotline (08 008 82742) eingerichtet, die von Dr. Rotraud A. Perner und weiteren, von ihr ausgebildeten Fachkräften von Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr betreut wird.

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