Erste Gruppe von Kosovo-Vertriebenen in Wien

Wien, (OTS) Die erste Gruppe von aus dem Kosovo vertriebenen Menschen, die Donnerstag nach Österreich geflogen und in
Wien aufgenommen wurde, ist im ehemaligen Mautner Markhofschen Kinderspital in Wien 3, Baumgasse 75 untergebracht worden. Von den 161 AlbanerInnen, darunter zwanzig Kindern, die kurz nach 17 Uhr
in Wien-Schwechat ankamen, fanden 103 im Bundesland Wien Aufnahme. Das jüngste davon ist ein fünf Wochen altes Baby. Die Ankunft der Familien verlief ohne Zwischenfälle, um 24 Uhr kamen die letzten Vertriebenen im Heim an. Etwa die Hälfte der Familien befindet
sich in einem psychisch sehr guten Zustand, psychologische
Betreuung steht jedoch zur Verfügung.

Die Flüchtlingsunterkunft, die die Stadt Wien/Magistratsdirektion-Hilfsmassnahmen für Kosovo- Flüchtlinge adaptiert hat, wird vom Wiener Roten Kreuz betreut. Bei einem Medientermin am Freitag informierten Peter Hoffelner vom Wiener Roten Kreuz sowie OAR Werner Hiller und Evelyn Grillenhofer von
der Magistratsdirektion-Hilfsmaßnahmen über die weiteren Aktivitäten.

Ursprünglich wollte Österreich bekanntlich 5.000 aus dem Kosovo vertriebene AlbanerInnen aufnehmen, wobei das Land Wien tausend Flüchtlinge betreuen sollte. Ausser der Unterkunft in der Baumgasse wurde daher eine ehemalige Schule in der Triester Straße von der MDH für die Aufnahme von albanischen Flüchtlingen adaptiert. Ein weiteres Flüchtlingsheim soll in einem Pavillon des Krankenhauses Baumgartner Höhe bereitgestellt werden.

Innenminister Karl Schlögl hatte Donnerstag in einem ORF-Interview unmittelbar vor der Ankunft der ersten Vertriebenen mitgeteilt, daß Österreich 10.000 Kosovo- Flüchtlingen Zuflucht bieten werde, wobei er auch die auf dem Landweg nach Österreich erwarteten vertriebenen AlbanerInnen einbezog.

Mit der Ankunft der nächsten Flüchtlingsgruppe, die nach Österreich ausgeflogen wird, rechnete das Innenministerium in
knapp vierzehn Tagen. Diese nächste Gruppe wird voraussichtlich in zwei anderen Bundesländern untergebracht werden.

Für die besonders wichtige Hilfe vor Ort, vor allem in den an den Kosovo angrenzenden Staaten Kosovo und Albanien, hat das Land Wien zehn Millionen Schilling bereitgestellt. (Schluß) hrs

Eine Bitte an die Medien:
für die Flüchtlinge stehen Wertkartentelefone zur Verfügung, erwünscht wären Sponsoren (Firmen, Redaktionen) für
Wertkarten, bitte übers Servicetelefon des Roten Kreuzes 79
580 580.

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