Neue Reparaturbedingungen für Kraftfahrzeuge präsentiert

"Gebrauchsanleitung für Reparaturen" soll Mißverständnisse und Konflikte verhindern

Vorgang - Als Ergebnis größtmöglicher Kooperation zwischen Konsumentenschutz und Interessenvertretungen nannte Alois Edelsbrunner, Bundesinnungsmeister der KFZ-Techniker, die neuen Reparaturbedingungen für KfZ-Instandsetzung, die heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz von Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer, der Bundesinnung, der Autofahrerclubs Arbö und ÖAMTC sowie dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) präsentiert wurden. ****

Mit der neuen "Gebrauchsanleitungen für Reparaturen", wollen die 5.200 Kfz-Betriebe einerseits das Kundenvertrauen durch Information und Transparenz erhöhen und andrerseits die Qualität und Professionalität der erbrachten Leistungen unterstreichen und weiter ausbauen. Das Siegel des Bundeskanzleramtes auf den neuen Bedingungen unterstreicht den Inhalt und die Qualität dieser Vereinbarung zwischen Betrieb und Kunden, so Edelsbrunner.

Die wichtigsten Neuerungen betreffen die Entgelte für Kostenvoranschläge, das Abstellen von Fahrzeugen auf öffentlichen Verkehrsflächen, die Aufbewahrung von Altteilen bis zur Abholung des Fahrzeuges, sowie die Rechte der Werkstätten, den Reparaturgegenstand zurückzubehalten. So sind Kostenvoranschhläge nur mehr dann entgeltlich, wenn die Kosten dafür ausdrücklich vereinbart wurden. Die Werkstätten sind ihrerseits nun berechtigt, das Auto auch auf öffentlichen Verkehrsflächen zu parken, wenn es nicht zum vereinbarten Termin abgeholt wird. Das Risiko trägt dann der Konsument.

Edelsbrunner wies darauf hin, daß es bei rund 10 Mio Reparaturaufträgen im Jahr im technischen Bereich die wenigsten Probleme gibt. Mißverständnisse tauchen in der Regel bei der Reparaturannahme auf. "Beide Seiten, die Konsumenten und die Werkstätten, müssen sich mehr Zeit für die Auftragsvergabe nehmen" rät der Bundesinnungsmeister und appelliert an die KFZ-Betriebe, so rasch wie möglich mit den neuen Bedingungen unter dem Siegel des Bundeskanzleramtes zu arbeiten.

Die Unterlagen wurden bereits an alle Mitgliedsbetriebe ausgeschickt. Geplant ist, daß der Kunde bei Auftragsvergabe die aufliegenden Reparaturbedingungen unterschreibt und eine Kopie mitnimmt, oder, daß die Bedingungen am Reparaturauftrag bereits abgedruckt sind. Dann wird vorne die Auftragsbestätigung und auf der Rückseite die Annahme der Bedingungen bestätigt.

Die Kfz-Fachbetriebe beschäftigen rund 50.000 Mitarbeiter und bilden jährlich 8.000 Lehrlinge aus. Mit diesen und weiteren Aktivitäten will die Branche ein Zeichen setzen, daß ihre Leistungen weit über die Reparatur hinausgehen. Ganz im Dienste der Straßenverkehrssicherheit steht auch die Gratis-Aktion "Gute Sicht-Lichttest "99". Neben einer Funktionskontrolle sämtlicher Fahrzeugleuchten werden im Oktober wieder kostenlose Überprüfungen der Scheinwerfereinstellung und der Scheibenwaschanlagen angeboten. Auch damit unterstreichen die Kfz-Fach- und Meisterbetriebe ihre fachliche Kompetenz und das Bemühen, für die Sicherheit des Kunden verantwortlich zu sein.

Mit einem Plakat "Unser Stundenverrechnungssatz - ist kein Geheimnis" wird eine prozentuelle Kostenaufstellung soll aufgezeigt werden, wie sich die Erlöse eines durchschnittlichen Kfz-Betriebes aufteilen. 100 Prozent Erlös auf der Kundenrechnung bedeuten eben nicht Reingewinn für das Unternehmen! Mit diesem Plakat soll dieser Zusammenhang erkennbar und nachvollziehbar gemacht werden.

Diese Preistransparenz wird u.a. auch mit den neu adaptierten Preisverzeichnissen im Kfz-Betrieb angestrebt. Selbstverständlich werden im Zeitalter des Euro diese Preise auch in Eurobeträgen angegeben.
(Schluß) MH

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