Wiener Liberale zum Karlsplatz: Im Westen nichts Neues!

Gesamtkonzept für einen Kunstplatz-Karlsplatz fehlt weiterhin

Wien (OTS) "Der vom Künstlerhaus initiierten Wettbewerb über den Vorplatz rund um das Künstlerhaus und den Musikverein wird nur eine geringe Verbesserung des "Unplatzes Karlsplatz" bringen", kritisierte heute die liberale Planungssprecherin, Michaela Hack, anläßlich der gestern präsentierten Vorentscheidungsergebnisse. Selbst Künstlerhauspräsident Nehrer betonte, daß die Gestaltungsoffensive um das Künstlerhaus herum nur ein erster Schritt sei, sozusagen eine Initialzündung, und er hoffe, daß die Stadtplanung nun auch die anderen Problemzonen am Karlsplatz angehen werde.

Die Ankündigung Stadtrat Görgs, er wolle sich für ein Ergebnis "wie beim Wettbewerb Schwarzenbergplatz" einsetzen, lasse nichts Gutes erwarten, meinte Hack. "Wollen alleine ist zu wenig", so die liberale Planungssprecherin, "denn wenn Stadtrat Görg keine Taten folgen läßt und im Konkreten Budgetmittel aufstellt, um ein qualitativ ansprechendes Gesamtkonzept zu ermöglichen, dann wird sich auch die nächsten zwanzig Jahren am Karlsplatz nichts ändern." Hack sieht ihre Kritik auch durch den Juryvorsitzenden Prof. Gustav Peichl bestätigt, der meinte, daß es an mutigen Politikern mangle, die erkennen würden, daß die Zukunft einer Stadt zwar maßgeblich von der Planung, aber auch von der Umsetzung engagierter stadtplanerischer Projekte abhänge.

Die Antwort Stadtrat Görgs, er würde gerne mutig sein, wenn er nur das nötige Geld dafür hätte, kennzeichne, so Hack, die Fortführung einer mutlosen Politik, die anstatt engagierter Gesamtprojekte immer nur flickwerkartige Kleinreparaturen ermögliche.
Die Liberalen fordern daher erneut die Ausschreibung eines internationalen Wettbewerbes für eine Gesamtplanung Karlsplatz unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Künstlerhauswettbewerbes. Insbesondere solle der verwahrloste Westen des Karlsplatzes mit dem Kunsthallenareal und einem derzeit beinahe unüberwindbaren Fahrbahngewirr städtebaulich und verkehrstechnisch neu überarbeitet werden.

Geplant worden sei am Karlsplatz in den letzten hundert Jahren schon viel, so Hack, es müßten nun auch endlich Budgetmittel bereit gestellt werden, um eine Realisierung zu ermöglichen. "Nachhaltige Stadtplanung ist nur durch eine langfristige und kontinuierliche Umsetzung großer Visionen möglich. Die Aufgabe der politisch Verantwortlichen ist es, durch die Bereitstellung entsprechender Budgetmittel und ein engagiertes Auftreten die tatsächliche Umsetzung auch zu ermöglichen.

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