Glückliche Kinder ohne Lego und Gameboy

Schallaburg zeigt Ausstellung über Spielzeug der 3. Welt

St.Pölten (NLK) - Kinder der Dritten Welt, die ohne Erzeugnisse
der westlichen Spielzeugindustrie auskommen müssen, sind durchaus glücklich und noch dazu kreativ; denn sie fertigen sich ihre Spielsachen zumeist selbst aus Werkstoffen aus der Natur und aus Schrott. Die Vorbilder allerdings kommen vielfach aus der technischen Zivilisation, die man aus den Städten und aus den Massenmedien kennt. Schloß Schallaburg zeigt vom 24. April bis 1. November die Ausstellung "Bambus, Blech & Kalebassen - Spielzeug jenseits des Wohlstandes". Die Schau setzt einen Akzent zu der ständigen Spielzeugsammlung Dr. Mayr, die seit einiger Zeit in Schloß Schallaburg untergebracht ist.

Im Vordergrund der Präsentation steht nicht das Elend in den Ländern der Dritten Welt, sondern Eigeninitiative und Kreativität, Phantasie und handwerkliche Geschicklichkeit. Die Ausstellungsobjekte bestehen aus Blechdosen, Autoreifen, Holz aus Gemüsekisten, Draht, Bambus oder Schilf, Kokosnüssen oder Maulbeerbaumrinden. Die dokumentarischen Fotos belegen, daß die Kinder durchaus mit großer Freude bei der Sache sind, wenn sie mit ihren eigenen phantasievollen Produkten spielen. Insgesamt wurden 250 Spielsachen aus 18 Ländern zusammengetragen, sie stammen aus der Sammlung des oberösterreichischen Ethnologen Dr. Fritz Trupp. Er trug seine Sammlung seit 1971 auf zahlreichen Forschungsreisen in aller Welt zusammen.

Die Ausstellung verfolgt auch den Zweck, heimischen Kindern die Augen für den Reiz von selbsterzeugtem Spielzeug zu öffnen: Sie können ihre Fertigkeiten in einer Werkstatt mit Naturmaterialien unter Beweis stellen.

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