AKNÖ-Präsident Staudinger: Arbeit am Bau darf nicht krank machen!

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"Ich rufe die Unternehmer auf, gemeinsam mit der Gewerkschaft und der Arbeiterkammer für menschengerechte Arbeitsbedingungen am Bau zu sorgen und mitzuhelfen, daß unsere Bauarbeiter gesund bleiben. Arbeit am Bau darf nicht krank machen!" Das stellt der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich, Josef Staudinger, zur jüngsten Studie "Gesundheitsgefahren am Bau und deren volkswirtschaftliche Kosten" fest, die von der Gewerkschaft Bau-Holz und der Bundesarbeitskammer durchgeführt wurde. Bauunternehmer müßten stärker präventiv und gesundheitsfördernd tätig werden, so der AKNÖ-Präsident, denn Prävention hilft nicht nur mit, menschliches Leid zu verringern, sondern rechne sich auch für die Unternehmer und die Volkswirtschaft.

Staudinger weiter: "Die Studie zeige ganz klar die hohen volkswirtschaftlichen Folgekosten von Gesundheitsgefahren am Bau. Angesichts dieser erschreckenden Fakten darf Arbeitsmedizin kein Nebenjob sein, sondern man sollte gemeinsam mit allen Betroffenen und Kostenträgern in Zukunft verstärkte Prävention betreiben." Präsident Staudinger beziffert die Kosten des Arbeitsausfalles durch Krankenstände im Bauwesen auf Basis der ausgewiesenen Krankenstandstage und der durchschnittlichen Bruttoentgelte im Jahr 1997 mit ca. 5,7 Milliarden Schilling. Annähernd 20 Prozent der Krankenstandskosten der Bauarbeiter entfallen auf Arbeitsunfälle. Die Krankenstandskosten pro Bauarbeiter liegen bei ca. 29.000 Schilling pro Jahr.

Aus diesem Grund fordert Präsident Staudinger eine radikale Verbesserung der präventiven arbeitsmedizinischen Betreuung, eine individuelle medizinische Betreuung der angehenden Bauarbeiter schon in der Lehrlingsausbildung sowie die Umsetzung der arbeitsmedizinischen Betreuung im Baugewerbe und die permanente Weiterbildung der neu geschaffenen Baukoordinatoren. Der AKNÖ-Präsident abschließend: "Unsere Bau- und Holzarbeiter haben ein Recht darauf, sicher arbeiten und gesund in Pension gehen zu können. Alle in der Bauwirtschaft Tätigen sind aufgefordert das sicherzustellen."

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