Die neue Schriftenreihe "VORbilder"

Wien, (OTS) Für einen öffentlichen Verkehrsverbund sind die Öffentliche Hand in der Rolle des Leistungsbestellers und die Fahrgäste (Kunden) als Benützer, die tragenden Säulen seines Leistungsangebotes. Wobei es sich beim öffentlichen
Personenverkehr um ein "kollektives Gut" handelt, das an einen einzelnen Nachfrager gar nicht verkauft werden kann, was auch im Einklang mit EU-Auffassungen steht, weil es sich dabei um die Wahrnehmung von "Aufgaben, die von allgemeinem öffentlichem Interesse sind", handelt. Der Verbindung von Theorie und
Information soll die neue Schriftenreihe VORbilder dienen.

Den ersten Band, mit dem Thema "Wie zufrieden sind unsere Fahrgäste?", präsentierte der Geschäftsführer der Verkehrsverbund Ost Region Ges.m.b.H. (VOR), Direktor Manfred Novy, gemeinsam mit anerkannten Wissenschaftern, am Mittwoch Abend der Öffentlichkeit.****

Novy zu den grundsätzlichen Anliegen der neuen Publikationen:
"Beim VOR hat sich eine ganze Menge an Fachwissen angesammelt und wir sind der Meinung, wir sollten es nicht bei uns behalten,
sondern an interessierte Personen weitergeben. Es geht in erster Linie um die Zufriedenheit unserer Fahrgäste, wir wollen ja zusätzliche Fahrgäste gewinnen. Daß wir auf dem richtigen Weg sind, hat uns die hohe Akzeptanz der Fahrgastbefragungen auf den Buslinien gezeigt, die der Messung der Fahrgastzufriedenheit
gedient haben". Die Auswertungen dieser Befragungen, die theoretischen Grundlagen dazu, und auch ein "Blick über den Zaun" in Form eines Erfahrungsberichtes des Zürcher Verkehrsverbundes, bilden den Hauptinhalt der 52 Seiten umfassenden, mit Statistiken und Bildern ausgestatteten Broschüre.

Prof. Dipl.-Ing. Ernst Gehmacher, der einen Beitrag "Lust und Frust im Bus" beigesteuert hatte, wies darauf hin, daß die Benützer nicht eigentlich eine "Marktmacht" hätten, weil sie ja auf die Benützung angewiesen seien. Es sei ein interessantes Experiment gestartet worden, den Buslinienverkehr marktnäher und bedarfsgerechter zu gestalten. Prof. Dr. Peter Faller vom Institut für Transportwirtschaft an der WU Wien - sein Beitrag befaßte sich mit der Kundenorientierung als Zielvorgabe - verdeutlichte, daß auch die Öffentliche Hand auf die Kundenzufriedenheit schauen müsse. Es sei nicht immer leicht, eine richtige Mischung öffentlicher Verkehr/Individualverkehr zu erreichen, denn wie einmal ein Verkehrsplaner formuliert habe: "Zu viel Verkehr macht eine Stadt kaputt, zu wenig Verkehr macht sie zum Museum".

Der Band der Schriftenreihe VORbilder kann kostenlos beim
VOR, 7., Neubaugasse 1, bestellt werden. Telefon 526 60 48-0, Fax 526 60 49. (Schluß) pz/vo

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