Görg zum Karlsplatz: Alle Interessen unter einen Hut bringen

Wien, (OTS) Bei der Pressekonferenz zur Präsentation des Siegermodells des Künstlerhaus-Gutachterverfahrens zum Thema:
Neugestaltung des Karlsplatzes, sagte Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg am Mittwoch, daß der Karlsplatz unter anderem zu jenen Plätzen gehöre, die die Stadtplanung "offensiv angehen" werde. Im Zuge des Baus der Wendeanlage der U2, die nächstes Jahr zu bauen begonnen werde, habe man sich bemüht, die verschiedenen Interessen der einzelnen Platzanrainer unter einen Hut zu bringen.

"Der Musikverein, das Künstlerhaus, das Historische Museum
der Stadt Wien, alle haben unterschiedliche Interessenlagen, die
die Stadt durch Verknüpfung mit der neuen Platzgestaltung nach Abschluß der U2-Baustelle unter einen Hut bringen muß. Es gilt noch einige Fragen der Finanzierung dieser Neugestaltung zu
klären, aber ich bin zuversichtlich und mutig genug, um jetzt
schon anzukündigen, daß ich alles in meinem Bereich mögliche daran setzen werde, den Karlsplatz vom "Unplatz" zu einer urbanen und
gut vernetzten "Gegend" - in Anlehnung an Otto Wagner - zu
machen," so Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg. Die Wendeanlage werde rund eine halbe Milliarde Schilling kosten, die
Neugestaltung des Karlsplatzes koste "je nach Siegermodell wahrscheinlich einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag", so der Vizebürgermeister weiter.

Spätestens nächstes Jahr, wenn mit der Wendeanlage zu bauen begonnen werde, müsse geklärt sein, wie und in welcher Form die zukünftige Platzgestaltung vorgenommen werde. Die anwesenden Architekten, der Juryvorsitzende Prof. Gustav Peichl und Präsident des Künstlerhauses Arch. Manfred Nehrer, dankten der Stadt Wien für die "große" Unterstützung und präsentierten gleich drei Preisträger des Wettbewerbs: Prof. Rüdiger Lainer, Palffy & Jabornegg und Albert Wimmer, die innerhalb von 3-4 Wochen ein Detailkonzept ihres Vorschlages vorlegen müßten, aus dem die Jury dann ein Siegerprojekt küren würde.

Details und Vorgaben aus den Ausschreibungsunterlagen waren seitens der sieben geladenen Teilnehmer zu berücksichtigen:

Jeder Teilnehmer erhält das U-Bahnprojekt auf Datenträger.

Die Wendeanlage ist in der vorgegebenen Form zu berücksichtigen, jedoch kann das Leergeschoß darüber entfallen und mit den seitlich angrenzenden und darüberliegender Volumina ausgenutzt werden.

Die technischen Einbauten werden für die Bauführung verlegt, die notwendigen technischen Räume (neben der Rampe vor dem Künstlerhaus) sind jedoch zu berücksichtigen.

Im Maßstab 1:2000 ist alles darzustellen, das die
funktionelle Gliederung der Räumlichkeiten, das
Konstruktionssystem und die Gestaltungsabsicht klar zum Ausdruck bringt (Schemata, Schnitte, Ansichten, Grundrisse).

Räumliche Darstellungen der Baustruktur (Baukörper, Öffnungen und Veränderung der Oberflächen, Aufbauten) und der entscheidenden Details sollen die Gestaltungsabsicht veranschaulichen.

Die zur Wiederherstellung der Oberflächen notwendigen Konstruktionen und jene des Ausbauvorschlages sind getrennt darzustellen. Die Oberflächengestaltung ist exemplarisch im Detail darzustellen.

Eine getrennte Kostenschätzung ist zu erstellen für
a) den Rohbau zur Herstellung der Oberflächen,
b) den notwendigen Ausbau zur Nutzung und
c) die Oberflächengestaltung

Zeitplan:
o 16. Februar 1999: Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen schriftliche

Anfragen bis 24.2.1999
o 25., 26., oder 27. Februar Vormittag: Hearing
o 1. April 1999: Projektabgabe
o 12. - 14. April 1999: Jurysitzung
o 3 Wochen Weiterbearbeitung Siegerprojekt
o 30. April 1999: Zwischenbericht an MA 19

Jury:
o Gustav Peichl (Vorsitzender)
o Manfred Nehrer
o Friedmund Hueber
o Dieter Pal
o Arnold Klotz
o Gerhard Niedetzky
o Günter Steinbauer, Wiener Stadtwerke Verkehrsbetriebe
o Thomas Angyan, Gesellschaft der Musikfreunde Musikverein

Teilnehmer:
o Mladen Jadric
o Rüdiger Lainer
o Palffy & Jabornegg
o Elsa Prochazka
o Bernd Stanzel
o Fritz Waclawek
o Albert Wimmer

Das geladene Gutachterverfahren wurde gemeinsam mit der MA
19, Architektur und Stadtgestaltung, ausgeschrieben. (Schluß) lei

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