Wirtschaft verlangt Überprüfung der Telefonnummernumstellung

Volkswirtschaftliche Kosten in der Höhe von mindestens 6 bis 10 Mrd Schilling sollten vermieden werden

Wien(PWK) - Die von Verkehrsminister Dr. Caspar Einem im Dezember 1997 erlassene Numerierungsverordnung sieht ab 1. Jänner 2000 die völlige Umstellung des derzeitigen Rufnummernsystems vor. Anstelle der 1044 Ortsnetzkennzahlen sollen 26 Regionalkennzahlen eingeführt werden, was für den größten Teil der Telefonanschlüsse eine Änderung der Rufnummern bedeuten würde. ****

"Bei dieser Umstellung fallen volkswirtschaftliche Kosten bei den Telefonteilnehmern an, die zumindest in einem Bereich zwischen öS 6 Mrd und öS 10 Mrd liegen werden," betont Roderich Regler, Leiter der Abteilung für Verkehrspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich. Pessimistische Schätzungen schließen sogar Umstellungskosten in der doppelten Höhe nicht aus.

Um den österreichischen Betrieben unnötige Kosten zu ersparen, haben sich Wirtschaftskammer-Präsident Leopold Maderthaner und Generalsekretär Günter Stummvoll bereits am 1. Februar 1999 in einem Schreiben an Verkehrsminister Caspar Einem gewandt. Sie ersuchten in diesem Schreiben, ein von der Telekom Austria AG vorgelegtes Alternativkonzept auf seine Realisierbarkeit zu überprüfen und bei einem positiven Ausgang dieser Evaluierung die Numerierungsverordnung abzuändern und grundsätzlich die bestehenden Ortskennzahlen beizubehalten. Der Vorschlag der Telekom Austria AG besagt nämlich, daß auch unter Beibehaltung der derzeitigen Nummernsystems sämtliche Vorgaben sowohl der Europäischen Union als auch der Internationalen Fernmeldeunion umgesetzt werden können. Dies betrifft insbesondere die Betreiberauswahl, die Mitnahmemöglichkeit der Telefonnummer bei Wechsel des Festnetzbetreibers, die diskriminierungsfreie Nummernvergabe an die einzelnen Telefonanbieter sowie vergleichbare Rufnummernlängen. Mit diesem System dürften somit erhebliche volkswirtschaftliche Kosten vermieden werden, ohne die Mitbewerber der Telekom Austria AG zu diskriminieren und ohne den Wechsel von Telefonkunden zu anderen alternativen Festnetzbetreibern zu erschweren.

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