Rotes Kreuz/Kosovo Erste Familienzusammenführungen in Mazedonien - Cornelio Sommaruga, Präsident des IKRK, besucht Albanien und Mazedonien

Wien (ÖRK) - Zu Beginn dieser Woche konnten die ersten Familien, deren Mitglieder in verschiedenen Flüchtlingscamps in Mazedonien untergebracht waren, wieder vereint werden. Dank der Registrierung der Flüchtlinge durch Care, Save the Children und NATO konnte das Rote Kreuz 10 getrennte Familien zusammenführen. Zur Zeit befinden sich Astrid Heiberg, Präsidentin der Föderation des Roten Kreuzes, und Cornelio Sommaruga, Präsident des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), um in der Krisenregion die Aktivitäten des Roten Kreuzes zu evaluieren. Neben den Aktivitäten von "Nachbar in Not" unterstützt das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) auch die Tätigkeit des Internationalen Roten Kreuzes. Seit Beginn der Kosovo-Krise hat das ÖRK über 3,6 Mio. Schilling dem Internationalen Roten Kreuz zu Verfügung gestellt.

"Es ist genügend Hilfe da, sie muß jedoch sinnvoll koordiniert werden", warnte Astrid Heiberg. Cornelio Sommaruga nannte "Mitgefühl, Aktion und Koordination" die leitende Grundsätze für den Einsatz des Internationalen Roten Kreuzes. Das IKRK bemüht sich weiterhin, in den Kosovo zurückzukehren, um sein Mandat zu erfüllen. Ende März hatte das IKRK die Region verlassen müssen, weil die Sicherheit seiner Mitarbeiter nicht mehr garantiert werden konnte. Seitdem ist im Kosovo keine internationale Organisation mehr vertreten. Um zurückzukehren, verlangt das IKRK von den Behörden in Belgrad bestimmte Garantien, wie den freien Zutritt zu allen Opfern des Konfliktes und Bewegungsfreiheit in der gesamten Region.

In Mazedonien führt das Rote Kreuz regelmäßige Bedarfsanalysen der Flüchtlingscamps durch. So wurde für das Camp in Kichevo medizinisches Material zu Verfügung gestellt, um die medizinische Betreuung der Flüchtlinge zu gewährleisten. Das Mazedonische Rote Kreuz betreut und versorgt zur Zeit 46.000 Flüchtlinge, die in Gastfamilien untergebracht sind. Die Föderation ist ihrerseits zuständig für die Versorgung von insgesamt sechs Flüchtlingslagern.

Eine der wichtigsten Aufgaben des IKRK, der Suchdienst, hat unterdessen seinen Betrieb aufgenommen. In Mazedonien hat das IKRK über 150 verlassene Kinder registriert, und Ansuchen von 400 Eltern, die nach ihren Kindern suchen, entgegengenommen. In Albanien hat das IKRK Vereinbarungen mit drei Radiostationen getroffen (Radio Tirana, Deutsche Welle und Voice of America), die täglich Namen von Flüchtlingen bekanntgeben. Weiters haben zwei albanische Tageszeitungen über 500 Namen von Flüchtlingen veröffentlicht. Um Verwandte im Ausland zu kontaktieren, können Flüchtlinge seit Beginn dieser Woche auch 44 Mobiltelefone des IKRK verwenden.

Das Österreichische Rote Kreuz ersucht um Spenden auf das Konto von "Nachbar in Not -Kosovo: Österreicher helfen" PSK-Konto: 76 00 111.

Rückfragehinweis: ÖRK-Pressestelle

Mag. Bernhard Jany
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14.04.1999
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