Volkertmarkt soll mit 18 Millionen aus dem Jugendtopf generalsaniert werden

. LIF-Bolena ortet Kompetenzmißbrauch und fehlende Kontrollmöglichkeiten.

Wien (OTS) Anläßlich des heutigen Beschlusses über eine Subvention in der Höhe von 22 Mio. Schilling kritisierten die Wiener Liberalen die zweckentfremdete Verwendung der Mittel, die für Jugendanliegen zur Verfügung stehen sollten. "Es ist bedauerlich, daß die Jugendarbeit oft auf der Strecke bleibt, wohingegen für Müllpressen offensichtlich genügend Gelder zur Verfügung stehen", meinte dazu die liberale Sozialsprecherin Alexandra Bolena.

Der Jugendtreff "Alte Trafik" im 2. Bezirk droht aus allen Nähten zu platzen. Deshalb entschloß sich der Verein Wiener Jugendzentren (Trägerverein der "Alten Trafik") einige Stände des angrenzenden Volkermarktes zu erwerben und für Jugendliche zu adaptieren. Mit diesem Vorhaben soll aber auch gleich der gesamte Marktplatz mitsaniert werden. Auch die Finanzierung soll aus demselben Topf erfolgen. "Das ist eine Ungeheurlichkeit. Da zapft man einfach das Jugendbudget für eine völlig andere Sache an. Damit werden Maßstäbe in der Jugendpolitik gesetzt, für die man sich schämen muß", so Bolena.

Die Kostenschätzung für eine komplette Neugestaltung des Marktes belaufen sich auf 18 Millionen Schilling. Dazu kommen noch die Kosten für die Errichtung des Jugendtreffs in der Höhe von 4,35 Millionen Schilling. Mit der Durchführung des Vorhabens wurden aber nicht die zuständigen Magistratsabteilungen im Rathaus (MA 23, MA 24, MA 25), sondern das - rein politisch besetzte - Kuratorium Wiener Jugendwohnhäuser betraut. Dessen Geschäftsführer, Ferdinand Podkowicz, ist gleichzeitig auch als Bereichsdirektor im Ressort Laska tätig.

Die veranschlagten 18 Millionen Schilling aus dem Jugendbudget werden nun aber nicht für Jugendarbeit, sondern zur Revitalisierung des Marktes verwendet. "Was Oberflächengestaltung, Gas- und Elektroleitungen, Kanalisationanschlüsse und, Müllpressen mit Jugendarbeit zu tun haben, daß soll mir der Herr Dr. Podkowicz erklären," gibt sich Bolena erbost. Denn: Vereine wie Echo oder Echothek haben aus dem Budget der MA 13 mit dem Hinweis auf Budgetknappheit keine Mittel für ihre Arbeit erhalten. "Aber bei diesem Revitalisierung-Projekt spielt die Überschreitung des Jugendbudgets absolut keine Rolle", so die liberale Gemeinderätin.

"Warum als Bauaufsichtsbehörde das Kuratorium Wiener Jugendwohnhäuser fungieren soll, ist mir völlig schleierhaft", so Bolena. Es gebe keinerlei sachlichen oder rechtlichen Grundlagen für diese Entscheidung, auch fehle durch diese Konstruktion jegliche Möglichkeit der Kontrolle, so die liberale Sozialsprecherin abschließend.

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