Büromarkt Wien '98

Wien (OTS) - In Kooperation mit am Wiener Büromarkt bedeutenden Investoren und Entwicklern untersucht die Investkredit in regelmäßigen Abständen die Büroflächenentwicklung in Wien. Ziel dieser Studien ist, Transparenz am Wiener Markt zu gewährleisten und den Stellenwert als Bürostandort aus internationaler und nationaler Sicht zu beleuchten.

Gegenüber anderen europäischen Großstädten sind der hohe Lebensstandard, stabile soziale und politische Rahmenbedingungen, aber auch die Verfügbarkeit von qualifizierten und motivierten Arbeitskräften die besonderen Vorteile des Wirtschaftsstandortes Wien. Im internationalen Vergleich schaffen diese Attribute auch die Voraussetzungen für stabile Verhältnisse am Wiener Büromarkt.

Nach einem Leerstand im Jahr 1996 von 360.000 m² wurden 1998 etwa 300.000 m² Büroflächen, vorwiegend in alten Gebäuden, am Markt angeboten. Bei einem Bestand von rund 8,3 Mio. m² betrug die Leerstandsrate 1998 für Europa nur 3,5 %.

Derzeit gibt es in Wien fast 425.000 Bürobeschäftigte. Für die nächsten fünf Jahre wird für sie ein jährliches Wachstum von 0,8 % bis 1 % prognostiziert. Daraus ist eine Nachfrage nach etwa 80.000 m² Bürofläche pro Jahr abzuleiten.

Aus Standortverlagerungen und Neugründungen von Unternehmen entstand in den Jahren 1997 und 1998 parallel zum Wirtschaftswachstum eine zusätzliche Nachfrage an Büroflächen von rund 350.000 m². Davon wurden etwa 80.000 m² an neuen Büros jährlich vermietet.

Für die kommenden Jahre kann demnach ein Jahresbedarf von rund 160.000 m² neuer Büroflächen erwartet werden, welcher aus Wirtschaftsentwicklung und Mieteransprüchen bzw. aus Standortwechsel und Neugründungen von Unternehmen abzuleiten ist.

Bis 2002 werden in Wien rund 700.000 m² Büroflächen neu errichtet. Der Großteil davon, rund 300.000 m², entsteht in der Stadtregion mit den Bezirken 2 bis 9 und 20. Fast 25 % aller Wiener Büroflächen haben dann einen Standort ohne unmittelbaren U-Bahnanschluß.

Obwohl weiterhin zahlreiche "kleine" Projekte zwischen 5.000 m² und 10.000 m² Büroflächen auf den Markt kommen, soll infolge der derzeitigen Nachfrageentwicklung fast zwei Drittel des künftigen Flächenangebots in Gebäuden mit mehr als 20.000 m² Büroflächen fertiggestellt werden.

Zusammenfassend ist 1998 am Wiener Büromarkt eine deutliche Verbesserung gegenüber 1996 festzustellen. Angebot und Nachfrage an "neuer" Qualität, d. h. an neu errichteten oder revitalisierten Büroflächen, halten sich die Balance. Deutlich wirkt sich diese Entwicklung auf Kosten der Büroflächen im Altbestand, insbesondere an unattraktiven Standorten aus. Diese Flächen werden, soferne sie nicht umgewidmet und damit vom Markt absorbiert werden, die Leerstandsrate erhöhen.

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