GPA: Kollektivvertrag für Holz verarbeitende Industrie abgeschlossen

Wien (GPA/ÖGB). Nach schwierigen Verhandlungen wurde gestern der Kollektivvertrag für die 6.500 Angestellten der Holz
verarbeitenden Industrie abgeschlossen. Sowohl der Holzverband als auch die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) bezeichneten
das Ergebnis für beide Seiten als vertretbar.++++

Die Verhandlungen gestalteten sich diesmal schwieriger und
dauerten länger, bis es zum Abschluss kam. Anfangs gab es große Schwierigkeiten, weil von Arbeitgeberseite zu wenig Gehaltszuwachs zugestanden wurde und sich die GPA mit massiven Gegenforderungen konfrontiert sah. Mit Plakataktionen, Unterschriftenlisten und terminisierten Betriebsversammlungen machte die Sektion Industrie der GPA auf die ins Stocken geratenen Verhandlungen aufmerksam. In der Folge gestalteten sich die Verhandlungen äußerst konstruktiv und fair, was auch zu einem angemessenen Ergebnis für beide
Partner führte.

Die Ist-Gehaltserhöhung beträgt nun 2,4 Prozent und die KV-Gehaltserhöhung im Durchschnitt 2,6 Prozent. Auch die Lehrlingsentschädigungen werden erhöht und Reisekosten sowie Telearbeit wurden kollektivvertraglich geregelt. Die Aus- und Weiterbildung im Rahmen der Bildungskarenz soll verbessert werden. Außerdem einigten sich die KV-Partner auf eine Erklärung zur Senkung der Lohnnebenkosten und rasche Aufnahme von Verhandlungen über Arbeitszeitfragen. Der Kollektivvertrag tritt mit 1. April 1999 in Kraft.

ÖGB, 14. April 1999 Nr. 165

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