Hospizbetten für Pflegeheime Tulln und Wiener Neustadt

Prokop: Sterbebegleitung annehmen

St.Pölten (NLK) - Nach dem Landes-Pensionistenheim Melk soll es auch in den Landes-Pensionisten- und Pflegeheimen Tulln und Wiener Neustadt Hospizbetten, also Betten für eine Sterbebegleitung, geben. In der Hospiz wird den Sterbenden eine Seelsorge, Schmerztherapien, Pflege und die Einbeziehung der Angehörigen geboten. Aufgenommen werden Krebskranke im fortgeschrittenen Stadium, Aidspatienten und Menschen mit einer fortgeschrittenen Erkrankung des Nervensystems mit Lähmungen.

Wenn die Projekte in Melk und Tulln erfolgreich sind, soll es in Niederösterreich flächendeckend Hospizbetten geben.

Ein einjähriger Lehrgang der Caritas St.Pölten, der vor allem für medizinisches Personal, aber auch für Laien gedacht ist, macht die Kursteilnehmer mit der Sterbebegleitung vertraut. Der Lehrgang umfaßt 160 Stunden Theorie und 80 Stunden Praxis in den Hospizeinheiten. Die Caritas will erreichen, daß mobile Hospizdienste und die Hospinzeinheiten in den Heimen noch besser zusammenarbeiten.

"Derzeit ist ein Fünftel aller Österreicher älter als 60 Jahre, im Jahr 2030 werden es über ein Drittel sein", erläuterte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop. Sie halte daher eine Weiterentwicklung der Pflege für unbedingt notwendig. Die Begleitung von Sterbenden sei bisher von der Gesellschaft nur sehr zögernd zur Kenntnis genommen worden, sie sollte jedoch "angenommen" werden. Geschulte Mitarbeiter seien wesentlich, um sich verstärkt mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

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