Leben wir mit dem EURO?

FERRERO-WALDNER warnt: "Nur jeder zweite Unternehmer in Österreich auf die Euro-Umstellung vorbereitet"

(Wien-OTS) Staatssekretärin Benita FERRERO-Waldner stellte heute anläßlich der Startpressekonferenz zu den EURO-Aktionswochen der Bundesregierung die Frage, ob die Österreicher "den Euro wirklich schon internalisiert haben? - Leben wir bereits mit ihm?" FERRERO-WALDNER begrüßte zwar die Tatsache, daß viele Firmen, aber auch Zeitungen bereits routinemäßig die Euro-Gegenwerte von Waren und Dienstleistungen anführen. Dennoch sei es nun an der Zeit die
Frage zu stellen, "wie wir uns an den EURO gewöhnen, wie wir mit dieser neuen und gleichzeitig alten Währung umgehen."

Nach Ansicht der Staatssekretärin wird diese Frage in den nächsten Jahren für Österreich besonders wichtig sein. Hier sei aber nicht nur die Politik gefordert - besonders in der Wirtschaft müssen nun auf allen Ebenen Umsetzungsschritte gesetzt werden. Um die großen multinationalen Unternehmen muß man sich nach Ansicht der Staatssekretärin am allerwenigsten sorgen. "Dort läuft alles generalstabsmäßig ab - übrigens auch bei den großen Schweizer Multis, die selbstverständlich ihr Rechnungswesen auf den Euro umstellen - sie wollen ja konkurrenzfähig bleiben und von den Stabilitätsvorteilen profitieren", so FERRERO-WALDNER

Für Österreich sei es nun von Bedeutung, Unternehmen, die an der internationalen Vernetzungskette nicht teilnehmen, darauf hinzuweisen, rechtzeitig umzustellen und da gibt es nach Ansicht
von Staatssekretärin FERRERO-WALDNER noch viel zu tun. Derzeit dürfte nur knapp jeder zweite Unternehmer in Österreich auf die Euro-Umstellung und das Jahr 2000 vorbereitet sein. FERRERO-
WALDNER zitierte eine Umfrage des Wirtschaftsinformationsunternehmens Dun & Bradstreet wonach in Österreich trotz des hohen Informationsstandes 1999 nur 20 Prozent der Unternehmen in Euro fakturieren. "In Finnland sind es bereits
34 Prozent. Bis Ende des Jahres 2000 werden in Euroland durchschnittlich rund 50 Prozent der Unternehmen die Umstellung vollzogen haben, in Österreich werden es rund 46 Prozent sein", sagte FERRERO-WALDNER heute.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken schickt die Euro-Initiative der Bundesregierung ein Euro-Mobil auf die Reise durch Österreich. Gemeinsam mit dem Verein für Konsumenteninformation, den Wirtschaftskammern, Banken und Sparkassen, Seniorenverbänden und Vertretern der Länder werden deshalb ab heute Montag, 12. April, bis zum 7. Juli Euro-Konsumentenberatungen in großen Einkaufszentren in allen Bundesländern durchgeführt. Im Rahmen der KMU-Euro-Informationsoffensive werden drei Monate lang in
insgesamt 50 Landes- und Bezirkshauptstädte Unternehmen besucht
und auf den Euro vorbereitet.

Darüber hinaus sorgt die Bundesregierung mit ihren Partnern mit dem Gesetz zur Doppelten Preisauszeichnung dafür, daß sich die Österreicher mit dem Euro beschäftigen und ein Gefühl für seinen Wert entwickeln. "Die Menschen sollen zum Rechnen mit dem Euro animiert werden, und zwar nicht mit komplizierten Beispielen aus
der Finanzwelt, sondern mit einfachen Beispielen aus dem täglichen Leben. Der Euro darf für die Österreicher kein Grund zur Sorge sein. Er soll von uns allen - Wirtschaft, Verwaltung,
Unternehmer, Konsumenten - gut vorbereitet aufgenommen werden.
Dann werden die Vorteile umso rascher spürbar sein. Und den Österreichern bei dieser Vorbereitung behilflich zu sein, ist die Aufgabe, die wir in der Bundesregierung uns gestellt haben", so FERRERO-WALDNER heute (Schluß).

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