LR Bauer: Anstrengungen des Landes NÖ zum Schutz der Süßwasser- Fischarten

St. Pölten, (SPI) - "In Österreichs Flüssen und Seen ist eine reiche Vielfalt von Fischarten beheimatet, die sich aber nicht
erst in den letzten Jahren vielerlei Gefahren ausgesetzt sieht. Durch Strombegradigungen, Wehr- und Kraftwerksanlagen sowie die Zurückdrängung stehender Augewässer wurde nicht nur der Lebensraum der Fischarten kleiner, auch die Fortpflanzung wurde vielen Arten erschwert. Hier setzt das Land Niederösterreich beispielhafte Initiativen. So wurde für dieses Jahr mit dem Life-Antrag "Lebensraum Huchen” ein Naturschutzprojekt zur Förderung an die Europäische Union geschickt, das zur Wiederherstellung eines natürlichen Lebensraumes des Huchen und anderer Süßwasserfische in den Voralpenflüssen Pielach, Mank und Melk sowie im Raum der
Wachau entlang der Donau führen soll”, stellt Naturschutzlandesrat Dr. Hannes Bauer heute fest.****

Dieser Initiative werden in den kommenden Jahren sicher weitere -z.B. zunehmende Gewässervernetzung - folgen; parallel dazu muß aber auch darauf geachtet werden, daß das natürliche Gleichgewicht in und um die Gewässer erhalten bleibt. In Niederösterreich scheint sich in den letzten Jahren das Problem des Kormorans -
eines jagdlich ganzjährig geschonten Vogels, der Fisch als Hauptgericht auf seinem Speisezettel hat - zu verschärfen. Es fehlen natürliche Feinde, was dazu geführt hat, daß sich sein Bestand in den letzten Jahren vervielfacht hat. Für viele Gewässer bedeutet der massenhaft auftretende Vogel schon eine empfindliche Gefährdung der Fischbestände und eine Gefährdung des ökologischen Gleichgewichtes. Der Kormoran hat in Österreich keine Brutplätze, er ist ein typischer Zugvogel mit den Herkunftsgebieten
Niederlande, Dänemark, Norddeutschland und Skandinavien.

Sein Bestand kann daher nur international wirklich effektiv kontrolliert werden. Hier wäre z.B. der Beitritt Österreichs zur "Bonner Konvention” – sie befaßt sich mit wandernden, "wildlebenden” Tierarten – zu überlegen, in der sich eine eigene Arbeitsgruppe dem "Kormoran” widmet. Nur auf internationaler Ebene ist eine Bestandskontrolle zielführend und auch durchsetzbar. "Um diesen Überlegungen Rechnung zu tragen, wird sich die Naturschutzabteilung des Landes Niederösterreich in den kommenden Wochen dem "Kormoran” verstärkt annehmen und entsprechende Vorschläge ausarbeiten”, so Landesrat Dr. Hannes Bauer.
(Schluß) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200/2794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN