Klestil mit großer WKÖ-Wirtschaftsdelegation nach Bulgarien

Trotz Kosovo-Krise keine Absagen - Österreichisch-bulgarischer Handel floriert

pwk - Eine Wirtschaftsmission unter Leitung von Wirtschaftskammerpräsident Leopold Maderthaner begleitet Bundespräsident Thomas Klestil von 13. bis 14. April nach Bulgarien. Der Mission gehören hochrangige Vertreter von 38 Firmen an, die konkrete Projekte in Bulgarien verfolgen bzw. bulgarische Kooperationspartner suchen. Das Gesamtvolumen der Projekte, die sich u.a. auf die Bereiche Energie, Verkehr, Bauwesen, Umwelt und Landwirtschaft beziehen, beträgt rund 500 Mio Schilling. ****

Trotz der Kosovo-Krise werden alle Firmen an der Wirtschaftsdelegation teilnehmen. Es ist keine Absage erfolgt, teilt WKÖ-Bulgarienreferent Sepp Dabringer mit. Beeinträchtigt ist vor allem der bulgarische Verkehr Richtung Westen (Unterbrechnung des Schiffverkehrs auf der Donau). Auswirkungen auf die Wirtschaft Bulgariens können derzeit nicht beurteilt werden.

Präsident Maderthaner wird sich in Gesprächen mit den zuständigen bulgarischen Regierungsmitgliedern sowie mit dem Bürgermeister von Sofia für die Realisierung deer Projekte und für den weiteren Ausbau der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen einsetzen.

Am 13. April findet in Sofia im Beisein der Staatsoberhäupter beider Länder und unter Leitung des WKÖ-Präsidenten und des Präsidenten der bulgarischen Handelskammer ein österreichisch-bulgarisches Wirtschaftsforum statt. Die Teilnehmer der österreichischen Wirtschaftsmission werden dabei Gelegenheit erhalten, ihre Angebote vor bulgarischen Entscheidungsträgern sowie vor mehr als 70 bulgarischen Unternehmern zu präsentieren.

Der Warenaustausch zwischen Österreich und Bulgarien ist 1998 - im Gegensatz zur allgemeinen Stagnation des bulgarischen Außenhandels -kräftig gewachsen. Österreichs Wirtschaft konnte in Bulgarien Marktanteile dazugenwinnen. Die österreichischen Exporte sind um 42 Prozent auf 2,5 Mrd.S angestiegen, die Importe haben um 23 Prozent zugenommen und das bisherige Rekordniveau von 1,2 Mrd.S erreicht.

Besonders gut entwickelte sich der Export von Straßenfahrzeugen (Österreichs wichtigste Ausfuhrposition nach Bulgarien, sie sich seit 1997 um das Zehnfache gesteigert hat), von Spezialfahrzeugen und Lastkraftwagen, ferner von Maschinen, Nahrungsmitteln und Kunststoffen. Eine Reihe von Großaufträgen, die kürzlich abgeschlossen wurden, lassen für nächstes Jahr weitere beträchtliche Lieferzuwächse erwarten.

Österreich bezieht aus Bulgarien neben Agrarerzeugnissen und industriellen Halbfertigprodukten vor allem Möbel und Bekleidung.

Der Trend zur Lohnfertigung (Bekleidung, Motoren, Maschinen) nimmt immer stärker zu.

Österreich ist mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund 1,3 Mrd S der fünftgrößte Auslandsinvestor in Bulgarien. Die österreichische Wirtschaft ist derzeit mit 400 Niederlassungen in Bulgarien vertreten.

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