• 09.04.1999, 11:59:35
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  • OTS0136

Eigenständige Regionalentwicklung im Grenzraum

Sobotka: Weg zum Kernland auch in Herzen der Menschen

St.Pölten (NLK) - Im Schloß Mailberg im Bezirk Hollabrunn fand
heute die Endpräsentation des im Rahmen von INTERREG II laufenden
EREG-Projektes zur eigenständigen Regionalentwicklung im Grenzraum
statt. Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka zeigte sich dabei überzeugt,
der Wandel Niederösterreichs vom Grenz- zum Kernland müsse sich auch
in den Herzen und im Bewußtsein der Menschen vollziehen. Dafür seien
Projekte enorm wichtig, die unmittelbar aus den Bedürfnissen der
Region gewachsen sind. Die grundlegende Idee grenzüberschreitender
Aktivitäten führe sich auf die vielen Chancen durch die
Gemeinsamkeiten in dieser ehemaligen Kernregion Mitteleuropas zurück.
Jetzt gelte es, Annäherung zu suchen und alte Verbindungen wieder
aufzunehmen. Viele dieser Gemeinsamkeiten seien in den EREG-Projekten
der Tourismuskooperation Znaim-Retz, des Nationalparks und der
Kulturlandschaft Pulkautal spürbar. Nur im gemeinsamen Überwinden der
Unterschiede könne man zu jener Gemeinsamkeit finden, die in Europa
mehr denn je nötig sei, schloß Sobotka.

Das EREG-Projektgebiet umfaßt auf österreichischer Seite den
Bereich der grenznahen Gemeinden von Langau bis Großharras und auf
tschechischer Seite die Gemeinden im Großraum Znaim. Das Projekt soll
der Unterstützung des österreichisch-tschechischen Grenzraumes bei
der Bewältigung seiner besonderen Entwicklungsprobleme dienen. Der
Schwerpunkt der grenzüberschreitenden Planungsgrundlagen zur
Unterstützung bereits bestehender Initiativen liegt in den Bereichen
Tourismus, Landwirtschaft und Kulturlandschaft. Im Raum Retz-Znaim
soll durch grenzüberschreitende Tourismusprojekte und eine Vernetzung
der Freizeitinfrastruktur eine wirtschaftliche Belebung der Region
erfolgen. Im Pulkautal und in den tschechischen Grenzgemeinden geht
es darum, Kooperationen bei der Erzeugung, Verarbeitung und
Vermarktung von Agrarprodukten zu finden. In der Nationalparkregion
Thayatal/Podyji soll durch verstärkten Informationsaustausch und
gegenseitigen Know-how-Transfer der ökologische Reichtum in
nachhaltiger Weise auch wirtschaftlich genutzt werden.

EREG-Informationsmaterialien gibt es beim Amt der NÖ
Landesregierung unter der Telefonnummer 02742/200-4245, Dipl.Ing.
Helma Hamader.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2175

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