Gehrer: Klassische Musik fördert Kreativität und logisches Denken

Wien (OTS) "Ein modernes Bildungssystem verlangt eine
gesamthafte Persönlichkeitsbildung der Jugend. Neben der Vermittlung von kognitivem Wissen stellt die musisch-kreative Ausbildung eine wichtige Erziehungsmaßnahme dar. Klassische Musik fördert Kreativität und ist wichtig für den Aufbau von Denkstrukturen und Problemlösungsstrategien", sagte heute,
Freitag, Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer bei der
Vorstellung der Konzertzyklen "Allegretto" und "capriccio!". des Wiener Musikvereins für Kinder und Jugendliche in der Saison 1999/2000. ****

Dieses Projekt des Wiener Musikvereins sei deshalb so wichtig
als Ergänzung zur schulischen Musikausbildung, weil die Kinder bei diesen Konzerten "Musik erleben, Musik leben und selber musizieren können", so Gehrer.

Musik führt zu eigener schöpferischer Tätigkeit, fördert Ausdauer, Konzentration, Spontaneität und das Beurteilungs- und Unterscheidungsvermögen. Das ist wissenschaftlich belegt. Je früher Kinder und Jugendliche mit Musik konfrontiert würden, desto leichter können sie diese Anforderungen erfüllen. Gehrer weiter:
"Auch wenn aus den meisten Jugendlichen später keine Künstler werden – für den beruflichen Erfolg brauchen alle kreative Lösungsansätze und Inspiration."

KINDER HÖREN AM LIEBSTEN POPMUSIK

Eine Befragung von 1.000 Mädchen und Buben zwischen 6 und 15 Jahren im Dezember des Vorjahres hat gezeigt, dass Österreichs Kinder und Jugendliche am liebsten Popmusik (54 Prozent hören, die Klassik liegt weit abgeschlagen. Nur sieben Prozent locken Oper
oder Operette. Und nur fünf Prozent besuchen klassische Konzerte. Gehrer: "Deutlich zeigt sich allerdings, dass dort, wo Eltern ihre Kinder mit klassischer Musik konfrontieren, das Interesse steigt
und der Konzertbesuch positiv erlebt wird."

MUSIKERZIEHUNG AN DEN ÖSTERREICHISCHEN SCHULEN

In Österreich bestehen etwa 100 Schulen mit musikalischem Zusatzangebot im AHS-Bereich, 83 Musikhauptschulen und 99 Volksschulen mit musikalischem Schwerpunkt. Zusätzlich gibt es die unverbindliche Übung "Chorgesang", den vertiefenden Wahlpflichtgegenstand Musikerziehung für besonders Interessierte sowie den Freigegenstand Instrumentalunterricht.

Darüber hinaus setzt das Unterrichtsministerium mit verschiedenen Kooperationspartnern Schwerpunkte durch einzelne Projekte wie Jugendmusikwettbewerbe oder Künstler-Workshops für Schüler.
(Schluss)

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