Kinderärztin aus dem Kosovo organisiert Wiener Caritashilfe in Mazedo- nien

Caritas Wien hilft zusätzlich mit acht Millionen Schilling

Wien, 8.4.99 (car-pd)
Die Caritas Wien wird zusätzlich acht Millionen Schilling für die nächsten drei Monate für Mazedonien und Albanien zur Verfügung stellen. äFür unsere Spender ist es wichtig, daß wir unsere langjährigen Partner nicht im Stich lassen. Denn Partner wie Vjosa Dobruna haben seit vielen Jahren im Kosovo bewiesen, daß sie kompetent und engagiert Notleidenden helfen. Ich bitte unsere Spenderinnen und Spender ganz herzlich, auch weiterhin rasche und konkrete Hilfe abseits der Großprojekte zu ermöglichen", ap-pelliert Caritasdirektor Michael Landau.

Zusätzlich zu allen bekannt gegebenen Hilfsprojekten und -transporten wird die Caritas Wien ab sofort in Mazedonien mit drei lokalen Partnern, Hilfsgüter im Wert von acht Millionen Schilling verteilen. Zwölf Trans-porte werden in den nächsten zehn Tagen die Mutter Theresa Vereinigung in Mazedonien, die Hilfsorganisation El Hilal und die Liga der Albani-schen Frauen erreichen. Mindestens drei Lkws werden direkt aus Wien nach Mazedonien fahren. Die ersten Transporte werden in Wien gesam-melte Kinderkleidung ins Krisengebiet bringen.

Marion Feik, Wiener Caritaskoordinatorin für die Flüchtlingshilfe in der Krisenregion, ist stolz auf den unerschrockenen Einsatz ihrer Partner vor Ort: äFrauen wie die Kinderärztin Vjosa Dobruna, die selbst vertrieben wurde und jetzt schon wieder all ihre Fähigkeiten und Energien in den Dienst verzweifelter Flüchtlinge stellt, sind das Herz unserer Hilfe."

Marion Feik betont, daß sie sobald wie möglich wieder auf jugoslawi-schem Staatsgebiet helfen will. äWir werden, sobald die Grenzen wieder offen sind, die Verbindungen zu unseren Partnern ins Serbien, Kosovo und Montenegro wiederherstellen und Nothilfe leisten."

Die Caritas Wien stellt ihre neuen und alten Partner in Mazedonien vor und bittet weiterhin um Unterstützung ihrer partnerschaftlichen Hilfspro-jekte.

PSK 7.700.004, Kennwort: Kosovo

Alle Partnerorganisationen der Caritas sind von der mazedonischen Regie-rung anerkannt, das heißt sie dürfen im Unterschied zu internationalen Hilfsorganisationen relativ ungehindert arbeiten. Die Hilfsorganisationen arbeiten ausschließlich mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Rund 1000 Helfer verteilen Hilfsgüter aus Österreich.

Mutter Theresa Vereinigung (mazedonischer Zweig): Die Mutter There-sa Vereinigung ist die wichtigste Hilfsorganisation im Kosovo.

El Hilal: 14 Niederlassungen in den größten Städten, zehn Lager. Die Caritas Wien arbeitet mit El Hilal in Tetovo zusammen, hier ist auch die wichtigste Filiale. In Tetovo (200.000 Einwohner), 40 km von Skopje ent-fernt sind 28.000 registrierte Flüchtlinge, die derzeit privat untergebracht sind. Die Gastfamilien leben selbst in bitterer Armut und sind dringend auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Die Caritas versorgt sie mit dem nötigsten.

In Tetovo arbeitet auch die Kinderärztin Vjosa Dubrona, die als Caritas-partnerin seit vielen Jahren im Kosovo für Mütter und Kinder tätig war und über die Kriegswirren hinweg die Grundstruktur der Mutter Theresa Vereinigung nach Mazedonien gerettet hat. Vjosa Dubrona hält auch den Kontakt zur Liga der Albanischen Frauen und zur Mutter Theresa Vereini-gung in Mazedonien und koordiniert die Wiener Caritashilfe in Mazedoni-en.

Liga der albanischen Frauen, Niederlassung in elf Städten und in fast allen Gemeinden, drei Lager, verteilen Hilfsgüter in fast jeder Gemeinde, derzeit vor allem hochwertige Lebensmittel, die nicht lokal eingekauft werden können.

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