Wien ist für Flüchtlingsaufnahme vorbereitet

Wien, (OTS) Flüchtlingshilfe ist Pflicht, stellte Bürgermeister Dr. Michael Häupl fest. Neben der in erster Linie nötigen Hilfe vor Ort - das Land Wien hat dafür aus Steuermitteln zehn Millionen Schilling zur Verfügung gestellt - ist Wien auch für die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Kosovo vorbereitet. Gemeinsam mit dem Roten Kreuz wurden von der Magistratsdirektion-Hilfsmaßnahmen in den letzten Tagen Unterkünfte für Menschen aus dem Kosovo vorbereitet. Für rund 200 albanische Flüchtlinge wird es im früheren Mautner Markhof'schen Kinderspital im 3. Bezirk, Baumgasse 75 Räumlichkeiten geben. Betreut werden die Flüchtlinge hier vom Roten Kreuz. Weitere aus dem Kosovo vertriebene AlbanerInnen können in einer nicht benützten Schule im 23. Bezirk, Triester Straße 199, untergebracht werden. Das Gebäude wird derzeit entsprechend eingerichtet.

Mit der Ankunft der ersten Flüchtlinge - für die neben einem Dach über dem Kopf und der Versorgung sowie der medizinischen Betreuung auch psychologische Hilfe nötig sein wird -
wird kommende Woche gerechnet. Bekanntlich wird ein Team des Innenministerium kommende Woche nach Skopje reisen und soll mit
der Evakuierung jener 5.000 Flüchtlinge, die Österreich aufnehmen wird, beginnen. In Wien werden rund tausend der aus dem Kosovo vertriebenen Menschen Aufnahme finden. Sie werden nach ihrer
Ankunft zunächst in einer Auffangstation in einem Gebäude des Gesundheitsamts im 3. Bezirk betreut. Hier kann eine medizinische Erstversorgung erfolgen, hier werden auch die ersten notwendigen Informationen vermittelt.

Ein vorübergehender Aufenthalt von Kosovo-Flüchtlingen in Österreich (Österreichs Fremdenrecht ist heute anders als zum Zeitpunkt der Bosnien-Flüchtlinge) ist auf der Grundlage des Paragraph 29 des Fremdenrechts möglich. Das Einvernehmen mit dem Hauptausschuss des Nationalrats vorausgesetzt, kann ein vorübergehendes Aufenthaltsrecht in Österreich ermöglicht werden, wenn die Vertriebenen bzw. Flüchtlinge von einem bewaffneten Konflikt oder anderen, die Sicherheit ganzer Bevölkerungsgruppen gefährdenden Umständen betroffen sind und sie "anderweitig keinen Schutz finden".

Wegen der aktuellen Ereignisse wurde in Wien auch die für 4. Mai vorgesehene umfassende Sirenenprobe abgesagt. (Schluß) hrs

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