Wien: Einwohnerzahl im dichtbebauten Stadtgebiet wird zurückgehen

"Statistische Mitteilungen" zum Thema Bevölkerungsentwicklung - bis 2021 Bevölkerungszunahme auf 1,675.000 Menschen

Wien, (OTS) Bis zum Jahr 2021 rechnet das Statistische Amt
der Stadt Wien mit einer ständigen leichten Bevölkerungszunahme -nicht vom Gewicht der Menschen, sondern von den "Köpfen" her - auf 1,675.000 WienerInnen. Die Phase der starken Einwohnerzuwächse,
vor allem nach der Ostöffnung im dichtbebauten Stadtgebiet ist beendet; die Einwohnerzahl in diesen Bereichen wird zurückgehen. Die Wiener Stadtregion, Wien und das Umland, gehört áber in den kommenden Jahrzehnten bei der Bevölkerungsentwicklung zu den wachsenden Regionen Österreichs: die Einwohnerzahl der Stadtregion wird von 2,215.000 zu Beginn 1996 bis 2011 auf 2,325.000 und bis 2021 auf 2,411.000 (200.000 Personen oder knapp 9 Prozent)
steigen. Diese und viele andere Daten zum Thema Bevölkerungsentwicklung und Altersstruktur der WienerInnen in verschiedenen Stadtgebieten enthält Heft 3/1998 der "Statistischen Mitteilungen" der Stadt Wien. Die von der MA 66 herausgegebene Publikation ist um 70 Schilling in der MA 66, 1, Volksgartenstraße 3, Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr, erhältlich. Für telefonische Bestellungen: Telefon 4000/88629.****

Zwischen 1987 und 1994 verzeichnete Wien eine Bevölkerungszunahme von rund 100.000 Menschen, wobei vor allem die dichtbebauten Stadtteile im Gefolge der Ostöffnung mehr Zuzug hatten. 1995 begann ein leichter Bevölkerungsrückgang von jährlich etwa 4.000 Menschen weniger. Für die kommenden Jahrzehnte wird in Wien wieder mit einer leichten Steigerung gerechnet, von 1,616.240 in der Bundeshauptstadt des Jahres 1996 lebenden Menschen auf 1,675.000 WienerInnen 2021.

Verstärkt durch die vermehrte Neubautätigkeit in den Randbezirken wirkt sich die abgeschwächte Zuwanderung vor allem in den Innenbezirken aus. Einzelne Bezirke - etwa Landstraße,
Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Hernals und Währing - hatten in den drei Jahren von 1995 bis 19097 jährliche Bevölkerungsverluste von rund 1,5 Prozent. Bezirke mit starker Wohnbautätigkeit wie Simmering, Floridsdorf und Donaustadt verzeichneten ein deutliches Plus. Diese Entwicklung soll sich laut statistischen Prognosen bis 2001 im selben Ausmaß fortsetzen und dann abschwächen.

Wie die Statistischen Mitteilungen weiter berichten,
verjüngte sich Wien zwischen 1971 und 1996: die Zahl der über 60jährigen sank von knapp 450.000 SeniorInnen (27,7 Prozent) auf 335.000 (20,7 Prozent). Nun beginnt die Zahl der älteren MitbürgerInnen wieder zu steigen: bis etwa 2010 prognostiziert man einen Anstieg um rund 40.000 SeniorInnen und im zweiten Jahrzehnt des kommenden Jahrtausends einen um weitere 50.000 ältere
Menschen. Ab der Jahrhundertwende werden auch die 45- bis unter 60jährigen in der Wiener Bevölkerung immer mehr, dagegen sinkt die Zahl der Menschen in der Altersgruppe von 30 bis 45. Diese Altersgruppe wird zwischen 2001 und 2016 um rund 80.000 Personen weniger umfassen. Die logische Folge davon: ein Rückgang der jüngeren Arbeitskräfte, eine Zunahme der Menschen im Pensionsalter - derzeit entfallen auf 100 Berufstätige in Wien 32 PensionistInnen, im Jahr 2021 werden es 44 sein.

Die Bevölkerungsstruktur in verschiedenen Stadtgebieten: in den Stadterweiterungsgebieten der 80er Jahre, in die vor allem
junge Familien zogen, gibt es natürlich einen geringen SeniorInnenanteil. Gründerzeitgebiete mit schlechter Wohnqualität und dichter Bebauung sowie Substandard, die in den 70er Jahren
eine massive Überalterung aufwiesen, verzeichneten Ende der 70er und in den 80er Jahren einen Generationswechsel und einen starken Anstieg des Gastarbeiteranteils. In die Bezirke innerhalb des Gürtels, früher ebenfalls mit hohem Seniorenanteil, zogen viele ZuwandererInnen aus den Bundesländern, wegen der Nähe zu den Universitäten leben hier auch viele StudentInnen. In den Stadterweiterungsgebieten der 50er und 60er Jahre - mit vielen kommunalen Wohnhausanlagen - und in Oberschichtwohngebieten liegt die Verteilungsspitze bei den 45- bis 70jährigen. Gebiete mit
hohem Seniorenanteil sind (natürlich abgesehen von Stadtteilen mit Pflege- und Pensionistenheimen) vor allem Wohnhausanlagen der unmittelbaren Nachkriegszeit, Teile des 13. und 18. Bezirkes und
der 1.Bezirk.

Die Statistischen Mitteilungen enthalten auch eine Tabelle
der geschätzten Wohnbevölkerung bis 2021 nach Altersgruppen und Bezirken. Die Publikation bringt außerdem einen Bericht über den Anteil von Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen. (Schluß) hrs

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