NÖ Ärzte und NÖ GKK sichern seit Jahrzehnten medizinische Versorgung in Niederösterreich

Forderung nach 407 zusätzlichen Ärzten unrealistisch

Wien (OTS) - "Mehr als 400 neue Ärzte in Niederösterreich mit Kassenverträgen anzusiedeln ist völlig unrealistisch" meint dazu der Präsident der NÖ Ärztekammer, MR Dr. Gerhard Weintögl zu einer von Landesrat Bauer vorgestellten "Wunschliste" der NÖ Bezirkshauptmannschaften. "Wir haben gemeinsam mit der Krankenkasse alleine in den letzten Jahren 150 zusätzliche Stellen geschaffen, von denen noch immer - aufgrund fehlender Fachärzte - 20 unbesetzt sind. Es ist sicherlich nicht zielführend durch derartige Umfragen Wünsche bzw. Bedürfnisse zu schaffen, die weit vom tatsächlichen Bedarf entfernt sind." Laut Weintögl müsse Bauer - der diese Initiative ja eigenständig gestartet hat - nun auch eigenständig den geäußerten Wünschen der Gemeindepolitiker eine gesundheitspolitische Realität entgegensetzen.

In die gleiche Kerbe schlägt auch der Direktor der NÖ Gebietskrankenkasse, Konrad Köck: "Die NÖ Gebietskrankenkasse und die Ärztekammer sind vom Gesetz her beauftragt für eine ordentliche und ausreichende ärztliche Versorgung in unserem Bundesland zu sorgen. Dies haben wir seit Jahrzehnten gemeinsam erfolgreich durchgeführt und werden es auch in Zukunft fortführen. In Niederösterreich gibt es derzeit ca. 1.700 Ärzte mit Krankenkassenverträgen, wobei die Verteilung der Planstellen sinnvollerweise so festgelegt wurde, daß in jedem politischen Bezirk zumindest eine Facharztstelle pro Fachgruppe vorhanden ist. 400 zusätzliche Kassenplanstellen zu installieren ist in hohem Maße wirklichkeitsfremd."

Außerdem wird eine derartige Anzahl an Ärzten - noch dazu vorwiegend Fachärzten - auf längere Sicht nicht zur Verfügung stehen.

"Die Ärztedichte in Österreich liegt bereits weit über dem europäischen Durchschnitt. Zweifelsohne ist es notwendig vorhandene Strukturen ständig zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Ein "wahlloses" Ausstreuen von Kassenplanstellen ist jedoch aus gesundheitspolitischer Sicht sicherlich nicht sinnvoll", so Ärztekammer und Gebietskrankenkasse unisono.

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