• 09.04.1999, 09:46:47
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  • OTS0041

NÖ Ärzte und NÖ GKK sichern seit Jahrzehnten medizinische Versorgung in Niederösterreich

Forderung nach 407 zusätzlichen Ärzten unrealistisch

Wien (OTS) - "Mehr als 400 neue Ärzte in Niederösterreich mit
Kassenverträgen anzusiedeln ist völlig unrealistisch" meint dazu der
Präsident der NÖ Ärztekammer, MR Dr. Gerhard Weintögl zu einer von
Landesrat Bauer vorgestellten "Wunschliste" der NÖ
Bezirkshauptmannschaften. "Wir haben gemeinsam mit der Krankenkasse
alleine in den letzten Jahren 150 zusätzliche Stellen geschaffen, von
denen noch immer - aufgrund fehlender Fachärzte - 20 unbesetzt sind.
Es ist sicherlich nicht zielführend durch derartige Umfragen Wünsche
bzw. Bedürfnisse zu schaffen, die weit vom tatsächlichen Bedarf
entfernt sind." Laut Weintögl müsse Bauer - der diese Initiative ja
eigenständig gestartet hat - nun auch eigenständig den geäußerten
Wünschen der Gemeindepolitiker eine gesundheitspolitische Realität
entgegensetzen.

In die gleiche Kerbe schlägt auch der Direktor der NÖ
Gebietskrankenkasse, Konrad Köck: "Die NÖ Gebietskrankenkasse und die
Ärztekammer sind vom Gesetz her beauftragt für eine ordentliche und
ausreichende ärztliche Versorgung in unserem Bundesland zu sorgen.
Dies haben wir seit Jahrzehnten gemeinsam erfolgreich durchgeführt
und werden es auch in Zukunft fortführen. In Niederösterreich gibt es
derzeit ca. 1.700 Ärzte mit Krankenkassenverträgen, wobei die
Verteilung der Planstellen sinnvollerweise so festgelegt wurde, daß
in jedem politischen Bezirk zumindest eine Facharztstelle pro
Fachgruppe vorhanden ist. 400 zusätzliche Kassenplanstellen zu
installieren ist in hohem Maße wirklichkeitsfremd."

Außerdem wird eine derartige Anzahl an Ärzten - noch dazu
vorwiegend Fachärzten - auf längere Sicht nicht zur Verfügung stehen.

"Die Ärztedichte in Österreich liegt bereits weit über dem
europäischen Durchschnitt. Zweifelsohne ist es notwendig vorhandene
Strukturen ständig zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.
Ein "wahlloses" Ausstreuen von Kassenplanstellen ist jedoch aus
gesundheitspolitischer Sicht sicherlich nicht sinnvoll", so
Ärztekammer und Gebietskrankenkasse unisono.

Rückfragehinweis: Ärztekammer für Niederösterreich
Tel.: 01/53751-0, Fax: 01/53751-19

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