Telematik-Musterregion Waldviertel - ADSL-Pilotprojekt

Gabmann: Terror der Distanzen zu Ende

St.Pölten (NLK) - Der Terror der Distanzen sei zu Ende, zitierte Wirtschafts-Landesrat Ernest Gabmann heute die EU-Kommissarin Wulf-Matthis, wenn sich die Telekommunikation als Schlüssel der Innovation im 21. Jahrhundert durchsetze. Deshalb sei er besonders froh über das ADSL-Pilotprojekt im Waldviertel, das das Gebiet als Telematikmusterregion und Kompetenzschmiede für Telekommunikation neu positionieren möchte. Der ADSL-Feldversuch, der heute in Wien präsentiert wurde, wird im Rahmen des LEADER II-Projektes mit Unterstützung der Telekom Austria AG durchgeführt und von der EU, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten und der Eco Plus gefördert.

Seit September 1998 sind in den Bezirken Gmünd und Zwettl rund 50 Haushalte und Betriebe mit der ADSL-Breitbandtechnologie ausgestattet. ADSL steht für "Asymetrik Digital Subscriber Line", nutzt die bestehende Leitungsinfrastruktur der Telefonie und bedeutet eine über 30fache Geschwindigkeit, im Vergleich zum bisher üblichen ISDN. Damit kann man Videos in Fersehqualität übertragen und mit hoher Geschwindigkeit im Internet surfen. Die Hauptanwendungen sind neben Video on Demand, Telearbeit, Videokonferenz und Bildtelefonie sowie Telelernen.

Mit einer Million Schilling könne man einen Meter Autobahn in Richtung Waldviertel bauen oder dem ganzen Waldviertel ein Jahr lang das Internet zum Ortstarif zur Verfügung stellen, sagte Gabmann. Die Telekommunikation sei ein wesentlicher Schwerpunkt der Regionalentwicklung, weil sie die Möglichkeit biete, die Infrastrukturdefizite des Grenzlandes zu kompensieren. Hinter ADSL als Meilenstein zur Informationsgesellschaft stehe die Vision, aus einer lebenswerten Region durch Kompetenzbündelung ein wirtschaftlich erfolgreiches Gebiet zu machen. Die Klein- und Mittelbetriebe im Waldviertel stünden bereits jetzt über dem durchschnittlichen österreichischen Technologiestandard.

Für Niederösterreich bestehe die Verpflichtung, das Projekt, das mit vier Millionen Schilling veranschlagt ist, auch nach Auslaufen der Pilotphase Ende 1999 massiv zu unterstützen. Die LEADER und INTERREG III-Mittel im Rahmen der Agenda 2000 und die Euro-Fitförderung des Landes garantierten das Weiterlaufen des Projektes, so Gabmann. Im Normbetrieb soll die ADSL-Technologie pro Haushalt ohne Telefonkosten etwa 500 Schilling pro Monat kosten.

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