Natura 2000-Gebiete in NÖ - eigene Kommission zur Überarbeitung gebildet

Exakte Flächenabgrenzung soll zu Flächenreduktion führen

St. Pölten, (SPI) - Die Meldungen des Landes Niederösterreich betreffend der Natura 2000-Gebiete basieren auf einem Schreiben vom Juni 1995, das lediglich bereits bestehende Naturschutzgebiete betroffen hat, sowie auf drei Nachnominierungen, welche alle durch die NÖ Landesregierung (24. September 1996; 10. Juni 1997; 9. Dezember 1997) beschlossen wurden. Damit wurden nach mehreren Ergänzungen und Überarbeitungen 19 Gebiete gemeldet, die eine Fläche von 608.302 Hektar, das sind 31,6 % der Landesfläche Niederösterreichs, umfassen. Dieses Procedere war als Grobmeldung seitens der EU vorgegeben, Möglichkeiten der genauen Flächenabgrenzung bestehen auf der Grundlage exakter neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Sofort nach Übernahme der Regierungsverantwortung für den Naturschutz durch Dr. Hannes Bauer im April 1998 wurde auf Ebene der Landesregierung eine eigene Kommission gebildet, die diese exakte Flächenabgrenzung der gemeldeten Gebiete vornehmen soll.****

"Die heutige Kritik der NÖ Wirtschaftskammer über das Ausmaß der gemeldeten Natura-2000 Gebiete Niederösterreichs geht also insofern ins Leere, da die Wirtschaftskammer darüber unterrichtet sein sollte, daß einerseits die verantwortlichen Ressorts Landwirtschaft, Wirtschaft und Umwelt der NÖ Landesregierung der Natura-2000-Meldung nach Brüssel zugestimmt haben, andererseits in der NÖ Landesregierung bereits eine eigene Kommission zur Überarbeitung Natura-2000-Gebiete gebildet wurde. Weiters läßt die um Jahre verspätete Wortmeldung der Wirtschaftskammer Niederösterreich eher auf politische Motive schließen denn auf sachliche Kritik", stellt der Pressesprecher von LR Dr. Hannes Bauer, Mag. Andreas Fiala, fest.

In den bisher vorgeschlagenen Natura 2000-Gebieten sind derzeit noch Siedlungsräume, Betriebsgebiete und Verkehrsflächen enthalten, die eine Flächenreduktion von rund 10 bis 15 Prozent (in Bezug auf die gesamte Landesfläche Niederösterreichs) bringen sollten und damit auf jeden Fall ausgeschieden werden. Weiters verfolgt Landesrat Dr. Hannes Bauer das Vorhaben einer "parzellengenauen" Abgrenzung, die ebenfalls eine Reduktion bringen wird. Bei Berücksichtigung aller Maßnahmen ist eine Flächenreduktion von 40 bis 60 Prozent zu erwarten, was bedeutet, daß nach erfolgter Bereinigung etwa 10 bis 15 Prozent der Landesfläche Niederösterreichs als endgültig verpflichtende Natura-2000-Gebiete bestehen blieben.

Klarzustellen ist jedoch, daß diese Flächenbereinigung - aufgrund der bereits erfolgten Meldungen der NÖ Landesregierung in den Jahren 1995 bis 1997 - ausschließlich mit Zustimmung der zuständigen Gremien der Europäischen Union erfolgen kann. Die Notwendigkeit einer exakten Flächenabstimmung seitens des verantwortlichen Naturschutz-Landesrates wurde bereits im vergangenen Jahr in einer eigenen Pressekonferenz (19. Aug. 1998) untermauert. Landesrat Dr. Hannes Bauer ist der Meinung, daß auf dem Wege eines allgemeinen Konsenses eine entsprechende Abgrenzung erreicht wird.
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