Schwere Auswirkungen der Kosovo-Krise auf die Donauschiffahrt

Zerstörte Brücken legen Wasserstraße lahm - "Wirtschaftsader Donau aus den Kampfhandlungen heraushalten"

Wien (PWK) - Durch die massiven Luftschläge der NATO wurden jetzt auch zwei Donaubrücken in Belgrad zerstört. Medienberichten zufolge sollen weitere Donaubrücken angegriffen werden. Durch die Zerstörung der Donaubrücken wird die Infrastruktur der Wasserstraße nachhaltig und massiv beeinträchtigt, da die Brückenreste in der Fahrrinne liegen. Selbst nach dem Ende der Kampfhandlungen wäre die Donau an diesen Stellen - bedingt durch die schwierigen Aufräumarbeiten - für längere Zeit unpassierbar. Dadurch wird eine durchgehende Fahrt bis zum Schwarzen Meer unmöglich. Betroffen sind Millionen Tonnen Güter, darunter vor allem Erze, Düngemittel, Futtermittel und Mineralöle. ****

Nach Beendigung der ersten Phase des Balkankrieges hat sich die Donauschiffahrt langsam wieder erholt. Ein neuerlicher Rückschlag -verursacht durch die Sperre der Ostroute - wäre nur schwer verkraftbar, gibt der Geschäftsführer des Fachverbandes der Schiffahrt, Mag. Alexander Piekniczek, der Besorgnis der Branche Ausdruck. Bei allem Verständnis für die Intervention im Kosovo sollte die NATO nicht international bedeutende Infrastrukturen - an denen auch viele NATO-Staaten beteiligt sind - zerstören. Die internationale Verkehrs- und Wirtschaftsader Donau sollte von den Kampfhandlungen ausgenommen werden.

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