Kosovo - Krise

Busek kritisiert EU und Österreich Vorausmeldung zu NEWS 14/99 vom 8.4.1999

Wien (OTS) - In einem Interview in dem morgen, Donnerstag, erscheinenden Nachrichtenmagazin, übt Ex-Vizekanzler Erhard Busek harte Kritik am Verhalten Österreichs und der EU in der Kosovokrise:
"Österreich hat sich seit 1989 noch nicht an neue Notwendigkeiten angepaßt. Wir blickten weiter nur westwärts, aber schon aus Gründen der Sicherheit für uns selbst wäre es nötig gewesen, ost- und südostwärts zu blicken. Die EU-Außenpolitik richtet ihre Strategie immer nur auf ein Land aus. Sie verkennt die Verflechtung der Probleme in einer Regrion."

Österreich solle sich, so Busek anstatt ausschließlich auf die EU, außenpolitisch verstärkt Südosteuropa zuwenden. Sowie Spanien innerhalb der EU für Süd- und Lateinamerika zuständig sei, könne Österreich diese Rolle für den Balkan übernehmen: "Es gibt Beispiele - Finnland und Schweden fühlen sich für die Ostsee verantwortlich. Die Spanier und die Franzosen für den südlichen Rand des Mittelmeers. Die Italiener für den Adriaraum. Nur wir glauben immer, an uns schaut man vorbei. Motto: Hinter meiner, vorder meiner, links, rechts gilt's net."

Zur Flüchtlingspolitik fordert Busek von Österreich, weit mehr Flüchtlinge aufzunehmen, als bisher vorgesehen: "Nur 5000 wäre lächerlich und eher peinlich. So viele wie im Fall Bosnien, 95.000. müßten es schon sein."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

News Chefredaktion
tel. 01/213 12 -101

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS