11.000 Kranke werden in NÖ monatlich zu Hause betreut

Strasser: Krankenkassen sollen Kosten übernehmen

St.Pölten (NLK) - "Die Krankenkassen sollen die Kosten der medizinischen Hauskrankenpflege übernehmen. Es kann nicht sein, daß die Lasten der Gesundheitspolitik immer mehr den Ländern und Gemeinden auferlegt werden", erklärte heute der Präsident des NÖ Hilfswerkes, Dr. Ernst Strasser. Zusätzlich zur ärztlichen Behandlung würden derzeit niederösterreichweit über 11.000 Menschen monatlich im Rahmen der Hauskrankenpflege betreut, die Hälfte davon vom NÖ Hilfswerk. Die Krankenkassen würden ihre Verpflichtungen gegenüber der Hauskrankenpflege vernachlässigen. Strasser: "Anstelle der 1,4 Milliarden für die Hauskrankenpflege, wie es die 50. ASVG-Novelle vorsieht, zahlten die Krankenkassen im Vorjahr nur rund 150 Millionen Schilling." Da die Hauskrankenpflege ohne Hausarzt nicht möglich sei, müßten die Krankenkassen ihre hausärztlichen Tätigkeiten aufwerten. "Die Konzentration der Honorare auf die Ordinationsmedizin hat überfüllte Wartezimmer und wenig Hausbesuche zur Folge", kritisiert Strasser. Für ihn sei es unverständlich, daß Patienten, die zu Hause betreut werden könnten, ins Krankenhaus geschickt würden. Außerdem schaffe man auch mit der Hauskrankenpflege Arbeitsplätze. "In diesem Bereich haben über 3.000 Niederösterreicher ihren Arbeitsplatz. Sie leisten ca. 2,5 Millionen Einsatzstunden jährlich", unterstreicht Strasser.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200-2172

Niederösterreichische Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK