Gewalt beginnt nicht aus heiterem Himmel

Plattform soll Prävention vorantreiben

St.Pölten (NLK) - "Familiäre Gewalt begleitet nach wie vor das Leben", mahnte heute Landesrat Traude Votruba zu mehr Präventation und zum Schutz gegenüber dem - fast immer männlichen - Täter. Wenn Fälle bekanntwerden, daß etwa häusliche Gewalt mit dem Einsatz von einem Messer und in einer Morddrohung gegen die Ehefrau und die Kinder gipfelt und auch illegale Waffen beim "Familienvater" entdeckt werden, so sei dies leider kein Einzelfall. 1998 wurden in Niederösterreich 302 Maßnahmen nach § 38a SPG, also die Wegweisung und das Rückkehrverbot, getroffen, berichtete die wissenschaftliche Leiterin und Betreuerin der Plattform "Gewaltfreies Niederösterreich", Mag. Dr. Rotraud A. Perner, zu Vorfällen, die immer wieder den Einsatz der Polizei oder der Gendarmerie erfordern. Rund 20.000 Mal pro Jahr intervenieren Polizei und Gendarmerie österreichweit bei familiären Streitigkeiten. Meistens kann der Streit geschlichtet werden, doch in mehr als 2.600 Fällen - im Schnitt also siebenmal pro Tag - muß vom Wegweiserecht Gebrauch gemacht werden.

"Gewalt beginnt nicht aus heiterem Himmel, sondern baut sich langsam auf. Menschen können also die Eskalation der Gewalt und die Gründe dafür kennenlernen. Sie wissen, was passiert, bevor es zu einer Explosion, zu einem Überschießen gewalttätiger Energie kommt", meinte Perner weiter. Die Plattform "Gewaltfreies Niederösterreich" vermittle Methoden, Kenntnisse und Techniken zur Gewaltpräventation und sei ein wissenschaftlich ausgerichtetes, multimediales und überparteiliches Projekt. Ziel sei es, den Verzicht auf die Gewalt auf allen Ebenen wie etwa in der Familie und der Schule, am Arbeitsplatz, in der Stadt, auf dem Land oder in den Medien, in allen Gesellschaftsschichten und Berufsgruppen zu betreiben.

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