Ohne Zukunft keine Vergangenheit

LH Pröll zum 6. Europäischen Dorferneuerungspreis

St.Pölten (NLK) - "Die Menschen in den ländlichen Räumen Europas müssen verstärkt den Auftrag zur eigeninitiativen Zukunftsgestaltung annehmen. Nur so können sie ihre Geschichte selbst schreiben", kommentierte der Vorsitzende der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, Niederösterreichs Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, das Motto "Ohne Zukunft keine Vergangenheit" des Europäischen Dorferneuerungspreises 2000. Motto und Wettbewerbsrichtlinien wurden von den 13 Juroren aus acht europäischen Ländern unter Vorsitz von Univ.Prof. Matthias Reichenbach-Klinke, Technische Universität München, in Dresden diskutiert und beschlossen.

Der Wettbewerb um den Europäischen Dorferneuerungspreis wurde 1990 von der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung ins Leben gerufen und mittlerweile fünfmal, im 2-Jahres-Rhythmus, durchgeführt. Der 6. Europäische Dorferneuerungspreis, der noch vor dem Sommer 1999 mit einer offiziellen Auftaktveranstaltung in Brüssel gestartet und im Herbst 2000 vergeben wird, wird erstmals in Kooperation mit der "Association Internationale R.E.D.", einer europäischen Organisation mit Sitz in Belgien, die sich wie die ARGE der Förderung einer integrierten ländlichen Entwicklung verschrieben hat, ausgetragen.

Bewertet werden Aktivitäten und Initiativen, die im Sinne der Agenda 21 zu einer Hebung der ökosozialen Qualität des Dorfes und seiner umgebenden Landschaft führen. Dazu zählen:
Stärkung und Einbindung der Land- und Forstwirtschaft in regionale Kreisläufe
Erhaltung und Aufbau standortgerechter Erwerbsmöglichkeiten Ökologisch verträgliche Ver- und Entsorgung sowie Nutzung erneuerbarer Rohstoffe
Symbiose von alter, schützenswerter und neuer, zeitgemäßer Bausubstanz sowie ressourcensparende und ortstypische Siedlungsentwicklung
Entwicklung und Erhaltung der Kulturlandschaft unter Berücksichtigung der ökologischen Zusammenhänge
Stärkung der Identität und des Selbstbewußtseins der Dorfbewohner insbesondere durch Kulturinitiativen und Weiterbildung im Dorf Wiederbelebung traditioneller und Schaffung zeitgemäßer soziokultureller und sozialer Qualitäten und Einrichtungen

Maßgeblich sind dabei umfassende, vernetzte und ganzheitliche Konzepte, die auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet und von Vision, Phantasie und Mut gekennzeichnet sind. Darüber hinaus finden die Strategien und Methoden, die zur Erreichung der Ziele verfolgt werden, also Eigeninitiative und Bürgerbeteiligung, der Dialog der Politiker, Experten und Behörden mit den BürgerInnen und Kooperationen in nachbarschaftlichen und kommunalen Allianzen sowie in regionalen Partnerschaften besondere Berücksichtigung.

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