LR Bauer zum Weltgesundheitstag: Bewußtsein der Gesundheitsvorsorge erhöhen

In der Jugend beginnen, im Alter genießen

St. Pölten, (SPI) - Anläßlich des morgigen Weltgesundheitstages nimmt Niederösterreichs Gesundheitslandesrat Dr. Hannes Bauer zum wichtigen Thema Gesundheitsvorsorge und umfassender Gesundheitsversorgung Stellung. "Die Österreicher sind leider beim Thema Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsbewußtsein "Nachzügler". Fast 70 Prozent der Österreicher glauben, daß man es großteils selbst in der Hand hat, wie es einem im Alter geht. Doch nicht immer werden gute Vorsätze in die Praxis umgesetzt: Derzeit nimmt etwa nur rund ein Viertel der Bevölkerung aktiv an der breiten Palette der Gesundheitsvorsorge teil, nur etwa die Hälfte der Menschen zeigt sich zumindest interessiert. Um aber die gewünschte Lebensqualität von der Jugend bis ins hohe Alter zu erhalten, muß bereits in den jungen und mittleren Lebensjahren das Gesundheitsbewußtsein gestärkt sowie die körperliche und geistige Fitness entsprechend trainiert werden", stellt Gesundheitslandesrat Dr. Hannes Bauer fest.****

Im Bewußtsein der Bevölkerung ist das Gesundheitssystem noch immer als eine Art von "Reparatur-Medizin" verhaftet, die erst dann in Anspruch genommen wird, wenn es gilt, bereits auftretende Symptome zu heilen. Unsere Aufgabe als Gesundheitspolitiker muß es sein, die umfassende Gesundheitsversorgung für alle sicherzustellen, aber auch die Menschen dahingehend zu bewegen, ihr Leben so zu gestalten, daß die meisten Symptome und Krankheitsbilder rechtzeitig erkannt werden und so extreme Entwicklungen verhindert werden können. Anzusprechen sind hier die gängigen Hauptrisikofaktoren Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht, Zucker, Bewegungsmangel und Streß. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs sind die Geißeln des 20ten Jahrhunderts, die aber nicht unüberwindlich sind. Ein entsprechender Lebenswandel setzt Risiken sehr wohl herab.

"Die niedrige Beteiligung an Gesundheitsuntersuchungen ist nicht nur zum Nachteil des einzelnen, sondern sie verhindert auch Erkenntnisse über die Verteilung medizinischer Risikofaktoren. Diese Erkenntnisse sind aber besonders für die Konzeption und die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung notwendig. Immerhin zeigen mehr als die Hälfte der Vorsorgeuntersuchungen auffällige Befunde, die zur Empfehlung führten, sich einer eingehenderen fachmedizinischen Untersuchung zu unterziehen", so Bauer weiter. Auch deshalb gibt es ein breites Spektrum an Initiativen der Länder und des Bundes zur Verbesserung der Gesundheitsvorsorge. Heuer startete beispielsweise der "Fonds Gesundes Österreich" mit 100 Millionen Schilling Jahresbudget erneut, um Maßnahmen zur Gesundheitsförderung in den Ländern und Gemeinden zu unterstützen.

Doch auch jeder einzelne kann relativ leicht "aktive Gesundheitsvorsorge" betreiben.
Dazu folgende Tips:

  • Alkohol Im internationalen Vergleich trinken die Österreicher überdurchschnittlich viel Alkohol. Hier gilt es die gesellschaftliche Hemmschwelle gegen überdurchschnittlichen Alkoholkonsum zu heben und vor allem bei der Jugend für eine Verbesserung der Bewußtseinsbildung zu arbeiten.
  • Rauchen Auch was das Rauchen anbelangt ist das Verhalten der Österreicher überdurchschnittlich. Bewußtseinsschärfung und aktive Hilfe für Entwöhnung ist ein wichtiger Beitrag der Gesundheitsvorsorge.
  • Bewegung und Sport Bewegung und Sport ist nicht nur für die Gesundheit von besonderer Bedeutung. Vor allem der Sport schafft Bindungen sowie gesellschaftliche Kommunikationsmöglichkeiten und ist ein gutes Mittel gegen Streß.
  • Ernährung Österreicher sind weniger "Ernährungsmuffel" als man ihnen nachsagt, mehr Obst und Gemüse statt so manchen Schnitzel und so manchen Schweinsbraten würde sich aber auch positiv auf das Allgemeinbefinden auswirken.

"Eine umfassende Gesundheitsversorgung, unabhängig vom Alter und vom Einkommen, ist unverzichtbar und Ausdruck eines sozialen Selbstverständnisses sowie einer solidarischen Gesellschaft. Auch jeder einzelne ist aufgerufen, aktiv am Erhalt dieses Systems mitzuarbeiten und für seine Person alles zu tun, seine Gesundheit zu erhalten", schloß Landesrat Dr. Hannes Bauer.
(Schluß) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200/2794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN