Wiener Patientenanwaltschaft

Wien (OTS) - Der Wiener Patientenanwalt Prof. Dr. Viktor Pickl
legt den Jahresbericht über die in Wien seit 1998 bestehende Möglichkeit einer "Raschen finanziellen Hilfe bei Medizinschäden in Härtefällen" vor.

Im ersten Tätigkeitsjahr wurde die Auszahlung von finanziellen Hilfen im Gesamtbetrag von mehr als 5 Millionen Schilling empfohlen.

Im Rahmen dieser Regelung wurden insgesamt 73 Schadensfälle behandelt; bei 57 Schäden konnten finanzielle Hilfen im Ausmaß von S 10.000,-- bis S 300.000,-- empfohlen werden; in 14 Fällen war eine Hilfe nach den Richtlinien nicht möglich, 2 Fälle waren zum Jahresende noch unerledigt.

In den meisten Fällen konnten vergleichsweise Regelungen erreicht und damit zivilgerichtliche Auseinandersetzungen vermieden werden.

Zur möglichen Vermeidung von Patientenschäden wurden aus Anlaß der Behandlung von Schadensfällen Maßnahmen empfohlen und bereits durchgeführt. Zu erwähnen sind Maßnahmen zur Vermeidung von Aufliegedruckgeschwüren, sowie von Nervenschäden durch schlechte Lagerung der Patienten auf Operationstischen. Es wurde z.B. ein Handbuch für Lagerungsstandards mit dem Hinweis verfaßt, "Wie man lagert, lerne gründlich, denn die Nerven sind empfindlich".

Diese neue Wiener Medizinschadensregelung erfolgt zwar auf der Grundlage des geltenden Schadenersatzrechtes, sie ermöglicht aber eine Rücksichtnahme auf Härten und führt daher zu mehr Gerechtigkeit im Rahmen der sozialen Verantwortung für Patienten in der Wiener Gesundheitsversorgung.

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