BMAGS: Hostasch: Neuer März-Beschäftigungsrekord - sinkende Arbeitslosigkeit-

Arbeitslosigkeit mit 4,3 Prozent nicht einmal halb so hoch wie EU-Durchschnitt von 9,6 Prozent

Wien, 6. April 1999 (BMAGS).- "Beschäftigungspolitik ist harte Knochenarbeit, aber Österreich ist auf dem richtigen Weg," erklärte Arbeitsministerin Lore Hostasch heute anlässlich der Veröffentlichung der offiziellen Arbeitsmarktdaten für März 99 und bekräftigte, dass gute Chancen bestünden, auch in den kommenden Monaten die Arbeitslosigkeitswerte des Vorjahres zu unterbieten.

Die Zahl der Beschäftigten lag im März bei 3.066.832
Personen. Das bedeutet gegenüber dem März des Vorjahres eine Steigerung um 33.239 Personen oder 1,1 Prozent. Die Beschäftigung stieg bei den Männern um 15.249 oder 0,89 Prozent auf 1.726.891, bei den Frauen um 17.990 oder 1,36 Prozent auf 1.339.941. Diese Zahlen sind mit Abstand die höchsten März-Beschäftigungswerte in der Geschichte der Republik.

Die Zahl der Arbeitsuchenden war dagegen mit 252.481 um
insgesamt 8.389 Personen oder 3,2 Prozent niedriger als im März des Vorjahres. Erfreulich ist vor allem der Rückgang bei den Frauen (-4.608, bzw. -4,2 Prozent), der vor allem durch die gute Entwicklung im Fremdenverkehr bedingt war. (Rückgang bei den Männern : -3.781, bzw. - 2,5 Prozent).

Lore Hostasch: "Da sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit kontinuierlich durch nahezu alle wichtigen Branchen zieht, darf man annehmen, dass sich der Gesamttrend zur Senkung der Arbeitslosigkeit, der im Februar durch saisonale Ausreisser - vor allem schlechtwetterbedingt am Bau - überlagert war, fortsetzt. (Siehe auch APA-Grafik). Es scheint auch, als sei die Arbeitsmarktreserve einigermaßen aufgebraucht, sodass das Beschäftigungswachstum jetzt vermehrt zur Vermittlung arbeitslos gemeldeter Personen führt."

Österreichs Arbeitslosenquote (saisonbereinigt, nach EU-
Kriterien) lag im März mit 4,3 Prozent bei weniger als der Hälfte der durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 9,6 Prozent in der EU. Die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25-Jährige) lag EU-weit Ende Jänner bei 19,3 Prozent, in Österreich dagegen bei 6,2 Prozent, was nach Luxemburg (5,1 Prozent) den zweitbesten europäischen Wert darstellt.

Auch die nationale Register-Arbeitslosenquote lag mit 7,6
Prozent klarerweise unter dem Vergleichswert vom März 98 (7,9 Prozent). 61.385 arbeitslos gemeldete Personen hatten eine Einstellungszusage.

In der Region OST, auf die Ende März knapp 50 Prozent der Arbeitslosigkeit (127.153) entfielen, sank die Arbeitslosigkeit um -1.913 oder -1,5 Prozent, auch in Wien selbst ging die Arbeitslosigkeit um 675 Personen zurück. Im SÜDEN, der etwa ein Viertel des Bestandes trug (61.276), gab es einen Rückgang um 1.318 (-2,1 Prozent). Das verbleibende Viertel (64.052) entfiel Ende März 1999 auf die Bundesländer der Region WEST (Rückgang um -5.158 oder -7,5%).

Altersgruppen

Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern ging die Arbeitslosigkeit im März bei den unter 30jährigen zurück (Männer: -3.169 und Frauen: -4.027). Im Haupterwerbsalter, also zwischen 31 und 50 Jahren, befanden sich 51 Prozent der Arbeitslosen. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe betrug -4.359 oder -3,3 Prozent. Während sich die Situation bei den 50 bis 55jährigen stabilisierte (+1 Prozent), kam es bei den über 55jährigen im Vergleich zum Vorjahr zu einer Ausweitung von +2.845 oder 13,2 Prozent.

Lehrstellen

Am Lehrstellenmarkt standen Ende März 1999 2.676 sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden (1.271 Burschen und 1.405 Mädchen) 2.112 sofort besetzbare offene Lehrstellen gegenüber.

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