Vorausmeldung zu GEWINN 4/99 vom 7. April

Wien (OTS) - Ult.: Die billigsten Handytarife in Österreich=

GEWINN vergleicht in seiner Ausgabe die neuesten
Ausgaben, die am Dienstag an die Trafik kommt, die neuen Handytarife, wieder nach jenem von GEWINN entwickelten Schema, das auch von den Mobilnetz-Betreibern immer öfter als Standard herangezogen wird.

Das Ergebnis: der One 99-Tarif ist trotz starker Kostensenkungen bei max.mobil und A1 derzeit der günstigste, wenn man von einem typischen Telefonverhalten (60 Prozent der Telefonate ins Festnetz, 60 Prozent der Telefonate außerhalb der "Stoßzeiten" von 8 bis 18 Uhr) ausgeht. Unter den Telefonwertkarten hat Take One derzeit die Nase vorne. Für Business-Telefonierer ergeben sich im neuen GEWINN-Vergleich relativ kleine Unterschiede.

+ Aus für die Auslandsfonds in Österreich?

Die politischen Beschlüsse der großen Koalition zur Steuerreform, speziell zur Aktiensteuer, sind noch gelinde gesagt "unausgegoren", weil sie einerseits allen Investmentfonds schwersten Schaden zufügen würden, andererseits gar nicht exekutierbar wären. Das berichtet GEWINN in seiner am Dienstag erscheinenden Ausgabe.

Intensive Verhandlung laufen vor allem zwischen Finanzministerium und den Fondsgesellschaften rund um die Osterfeiertage, um die beschlossene Besteuerung der Investmentfonds bis zum 9. April noch zu "reparieren". An diesem Freitag soll der erste Gesetzesentwurf fertig sein, der danach zur vierwöchigen Begutachtung ausgesandt wird.

Die geplante Änderung in der Besteuerung sieht vor, daß auch die Gewinne zu versteuern, die ein Fonds mit jedem einzelnen seiner Wertpapiere innerhalb der (auf zwei Jahre verlängerten) Spekulationsfrist erzielt. Bisher wird ein Fonds genau wie eine Aktie besteuert: Solange der Fondsbesitzer sein Wertpapier zumindest ein Jahr hält, ist der Ertrag steuerfrei, auf die Kursgewinne innerhalb des Fonds wird steuerlich nicht geachtet.

Die Steueränderung würde viele inländische Fonds unattraktiv machen und die Erträge deutlich senken. Noch schlimmer, würde die Auslandsfonds damit aber zu Gänze vom Markt verdrängen: "Die Zweijahresfrist gibt es nirgends auf der Welt, die Fondsgesellschaften müßten die steuerpflichtigen Erträge extra für Österreich errechnen. Das werden sie bei einem Milliardenfonds, der auch ein paar Stück in Österreich verkauft, nicht tun und müssen sich vom Markt zurückziehen", wird Dr. Georg Klein vom VAIÖ (Verband Ausländischer Investmentfonds in Österreich) im GEWINN zitiert.

Die Banken wiederum überlegen, sich Ihre Rolle als Einheber der 25prozentigen Aktiensteuer erst vom Verwaltungsgerichtshof einklagen zu lassen.

+ Autoauktionen: Internet läßt das Geschäft auch in Österreich boomen

Auktionen steigen stark in der Beliebtheit: Immer mehr Auktionen, immer mehr Käufer, immer interessantere Angebote, berichtet GEWINN in der Titelgeschichte: "Die lukrative Schnäppchenjagd" in der am Dienstag erscheinenden neuen Ausgabe. In Österrreich selbst gibt es bereits vier Anbieter, die regelmäßig Auktionen veranstalten:
Raiffeisen Leasing, Dorotheum, Auktionshaus Nagler & Eberle, Automobilauktionen Beer. Raiffeisen versteigert beispielsweise zurückgegebene oder nicht mehr bezahlte Leasingautos um 20 Prozent billiger als in der Eurotax-Liste, das Dorotheum abgeschleppte und nicht abgeholte Kfzs. Bei immer mehr Auktionen kann man sich übers Internet informieren oder sogar mitbieten, was das Geschäft boomen läßt.

Dieses und hundert andere Schnäppchen von Immobilienversteigerungen über Designer Outlets bis zum Antiquitäten-Supermarkt finden Sie in der Titelgeschichte im neuen GEWINN.

+ Hannes Androsch schlägt Benchmarking für Österreich vor

"Benchmarking ist das sich Messen am jeweiligen Klassenbesten, um festzustellen, wo man steht und wo man sein könnte. Im Zuge der Ausbildung des globalen Wettbewerbes macht es viel Sinn, den Standort Österreich regelmäßig auszutesten", schlägt Hannes Androsch in der am Dienstag erscheinenden Ausgabe des GEWINN vor.

"In Bayern ist die Wirtschaftsleistung um 15 Prozent höher. In Irland sind die Bewilligungsverfahren deutlich kürzer als bei uns. Von den Japanern wird alle zehn Jahr eine Liste jener Technologien aufgestellt, denen sie entscheidende Bedeutung für ihren Erfolg beimißt, wo sie mit den höchsten Gehältern, den höchsten Unternehmensgewinnen und den meisten Unternehmensgründungen rechnen.", nennt Androsch im GEWINN als Beispiele. "Neben Vergleichen mit Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, der Region Mailand sollten auch regelmäßige Standortvergleiche mit beispielsweise Irland, Finnland, Kanada, aber auch Taiwan, Südkorea und Singapore betrieben werden!"

+ Ex-Zöllner exekutieren neues Schwarzarbeitsgesetz

Das Schwarzarbeitsgesetz, das noch im April im Parlament beschlossen werden wird, sieht in Österreich bisher unmögliche Kontroll- und Zutrittsrechte der Behörden auch in Privatwohnungen vor, berichtet GEWINN in seiner am Dienstag erscheinenden Ausgabe. Das Gesetz, das jede Art der Schwarzarbeit mit Ausnahme der "Nachbarschaftshilfe" bei Hausbau unter Strafe stellt, erlaubt nach dem vorliegenden Gesetzesentwurf "bei begründeten Verdacht" den Zutritt "unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit der eingesetzten Mittel."

Exekutiert wird dieses Gesetz künftig vom Hauptzollamt durch ehemalige Zöllnern, die durch das Schengen-Abkommen "arbeitslos" wurden. 180 Planstellen sind dafür vorgesehen, schreibt GEWINN.

Wer sich bei Nachbarn oder Hausbesorgern verdächtig macht, einen "schwarzen" Installateur, Nachhilfelehrer oder eine nicht angemeldete Putzfrau zu beschäftigen, muß damit rechnen, daß die kontrollierenden Ex-Zöllner einen Schlüsseldienst anrufen und die Wohnungstür öffnen lassen. Bestraft werden vor allem die "schwarzen" Arbeitgeber, mit neuen harten Konsequenzen müssen vor allem ertappte Ausländer rechnen.

+ Die neue Vorsorge-Förderung als Augenauswischerei

Maximal 619 Schilling Zuschuß pro Jahr wird die von der großen Koalition als "Zuckerl" beschlossene "Vorsorge-Förderung" bringen, errechnet GEWINN in seiner am Dienstag erscheinenden Neuausgabe. Das ist kein "Vorsorge-Hit", vor allem nicht in Verbindung mit der hohen Latte an Ansprüchen, die man an die Vorsorgeprodukte stellt: -Auszahlung nur als Rente, nie als Barbetrag, - Laufzeit immer bis zum Pensionsantritt, niemals kürzer - Stirbt der Versicherte während der Laufzeit, verfällt das angesparte Kapital grundsätzlich (!); wobei Übergänge auf Witwen und Waisen vereinbart werden können.

Die Versicherungen hatten zuvor eine mindestens viermal so hohe Förderung verlangt.

Für alle bestehenden Rentenversicherungen und anderen Vorsorgevarianten wird die Förderung nicht gelten, inklusive der PIFs. Noch umstritten ist die "Verfallbarkeit" der Rente und die Stellung der PIFs, deren KEST-Freiheit diskutiert wird.

So oder so, die Vorsorge-Förderung ist nicht mehr als eine Augenauswischerei: Auch wenn eine Million Österreicher darauf einsteigen würden, opfert der Finanzminsister dafür aus dem Budget nur den Feigenblatt-Betrag von 619 Millionen Schilling pro Jahr.

+ Haus aus Hans-Moser-Stiftung verkauft

Das Haus Wipplingerstraße 22 im ersten Wiener Gemeindebezirk, durch sein "Märchenschloß"-Aussehen bekannt, wurde von der karitativen Hans und Clara-Moser-Stiftung (zur Unterstützung alter alleinstehender Menschen) an das private Immobiblienunternehmen CPI verkauft, dessen Geschäftsführer Ernst Kreihsler das Haus zur Firmenzentrale machen will. Kaufpreis: bescheidene 23 Millionen Schilling.

+ Japanische Aktien wieder en vogue

Eine eindeutige Kaufempfehlung für japanische Aktien gibt Dr. Franz Gschiegl in der am Dienstag erscheinenden Neuausgabe des GEWINN: "Aktienbörsen nehmen das Wirtschaftsgeschehen um etwa sechs bis acht Monate vorweg. Da auch Pessimisten rechnen, daß sich die japanische Wirtschaft gegen Ende des Jahres wiederum etwas erholen sollte, die massiven Umstrukturierungen der Konzerne endlich zu greifen beginnen und sich der ganze pazifisiche Raum aus der Rezession herausbewegen sollte, sollte die Geduld der Langfristinvestoren belohnt werden."

Auf Gschiegls Empfehlungsliste stehen Sony, NEC, Nissan, Nomura, Pioneer, Ajinomot und spekulativ Mitsubishi Estate.

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