Koczur: Sonderurlaub fürs Pendlern und für Dienste an der Gemeinschaft

"Zwei-Klassen-Gesellschaft ist abzulehnen - was für Beamte zu gelten hat, muß auch in der Privatwirtschaft verwirklicht werden

St. Pölten, (SPI) - "Sonderurlaube für Landesbeamte für Feuerwehreinsätze - ein guter Vorschlag. Warum nicht auch für Einsätze von Rot-Kreuz-Fahrern, Freiwillige des ASBÖ sowie
andere vom freiwilligen Engagement getragene Vereine, wie beispielsweise die Berg- oder Wasserrettung? Sonderurlaub für Landesbeamte für die Belastung des Pendelns - wenn auch gerade
im Vorfeld der Personalvertretungswahlen in der Öffentlichkeit plaziert, so ist dieser Vorschlag eine diskussionswürdige Grundlage. Allerdings muß eines klargestellt werden: Dies kann nicht nur für eine Berufsgruppe gelten, sondern für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich - also auch für alle Beschäftigten in der Privatwirtschaft", nimmt der
Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Anton Koczur, heute zum Vorstoß der ÖVP-Personalvertretung im NÖ Landhaus Stellung.****

Die derzeitige Diskussion darf nicht zur Einführung einer "Zwei-Klassen-Gesellschaft" von Beschäftigten führen. Ehrenamtlicher
und freiwilliger Dienst ist nicht nur bei den Feuerwehren,
sondern auch in vielen anderen Vereinen und Institutionen ein wichtiger gesellschaftlicher Beitrag vieler engagierter
Menschen. Dieser Dienst gehört gefördert - und zwar umfassend
und ohne Ausnahmen. Weiters stellt die Belastung des Pendelns
nicht nur für die Landesbeamten, sondern für Hunderttausende Beschäftigte der Privatwirtschaft in Niederösterreich und in Österreich eine große Belastung dar. Warum sollten nichtbeamtete Beschäftigte von einer Sonderurlaubsregelung ausgenommen werden, zumal die budgetäre Belastung einer Ausweitung des Urlaubsanspruches von allen Steuerzahlern, also von allen Beschäftigten, getragen werden müßten?

"Dieses diskussionswürdige Anliegen darf nicht leichtfertig,
wohl auch durch augenscheinliches "Klienteldenken" sowie ein "Schielen auf Wahltermine", entwertet werden. Dies wäre kontraproduktiv, denn alle Freiwilligen und alle Beschäftigten verdienen sich eine gleichwertige Berücksichtigung ihrer berechtigten Anliegen. Deshalb ist anzuregen, die angesprochenen "Sonderurlaube" auf Ebene der Sozialpartner umfassend zu
diskutieren und eine gemeinsame Vorgehensweise für den öffentlichen Dienst und die Privatwirtschaft zu vereinbaren.
Eine ausschließliche "Privilegisierung" einer einzigen
Berufsgruppe wird jedenfalls von den NÖ Sozialdemokraten nicht mitgetragen", so SP-Klubobmann Abg. Anton Koczur abschließend. (Schluß) fa

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