Im neuen FORMAT zieht ÖVP-Kultursprecher Franz Morak eine kritische Bilanz der zuendegehenden Ära Peymann: "Für eine ganze Schülergeneration letal!" Desgleichen kritisiert er "Kunstkanzler" Klima: "Er hat die Kunst ins Eck gestellt."

Wien (OTS) - Morak im FORMAT-Interview: "Hätte man sich um das Burgtheater wirklich gekümmert, hätte dieser Schritt - die Nichtverlängerung Claus Peymanns - früher vollzogen werden müssen." Und Morak weiter: "Die guten Aufführungen zu Beginn der Ära Peymann wurden aus Stuttgart, Salzburg und Bochum übernommen. Shakespeare wurde in Wahrheit nie gelöst. Die deutsche Klassik wurde nicht gelöst, wenn Sie sich die letzten Vorstellungen anschauen. Damit hat das, was das Burgtheater repräsentieren sollte, nämlich eine Aufarbeitung des Repertoires - plus eine Entwicklung des Zeitgenössischen -, dort nie wirklich stattgefunden. Dabei wäre das so wichtig fürs Burgtheater: Mein Bub ist dort nie hingegangen und hat Goethe und Schiller nie verbindlich gesehen. Ich bringe meine Kinder dort nicht hin, außer ich zwinge sie. Dieser didaktischen Aufgabe ist das Burgtheater in den letzten zwölf Jahren nicht nachgekommen. Und das ist für eine ganze Schülergeneration letal! Ich hoffe, daß sich das in der neuen Direktion Klaus Bachlers ändern wird."

Gleichfalls im FORMAT-Interview kritisiert Morak die Arbeit des "Kunstkanzlers" Viktor Klima: "Der Bundeskanzler hat sich umd ie Kunst nie gekümmert! Er hat den ganzen Betrieb dem Wittmann gegeben und gesagt: Ich möcht' damit nichts zu tun haben. Das ist jedenfalls mein Eindruck, den ich im Parlament gewinne. Der Bundeskanzler kommt aus der ÖMV, er ist Manager, und er hat möglicherweise einen sehr direkten Zugang zur Wirtschaft - doch trotz seiner Vita sind in Sachen Design, Architektur und Mode keine neuen Ansätze zu sehen. Er hat die Kunst ins Eck gestellt, sie im Eck gelassen und dort nie wieder hingeschaut."

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